merken
PLUS Döbeln

Klinik Mittweida kehrt zum Tarif zurück

Bis Ende des Jahres gilt in dem Haus der Existenztarifvertrag. Die wirtschaftliche Notlage der Klinik war der Grund für diesen.

2017 stand das Krankenhaus in Mittweida vor der Insolvenz. Bis Ende 2020 müssen Beschäftigte daher auf Gehalt verzichten.
2017 stand das Krankenhaus in Mittweida vor der Insolvenz. Bis Ende 2020 müssen Beschäftigte daher auf Gehalt verzichten. © Dietmar Thomas

Mittweida. Die Mitarbeiter des Krankenhauses in Mittweida können auf mehr Geld hoffen. Ende des Jahres laufen derzeit noch geltende Existenzsicherungstarifvertrag für die Ärzte sowie der Notlagentarifvertrag für das Personal in Pflege und Verwaltung aus. Im neuen Jahr soll dann wieder der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes Gültigkeit erlangen, so Peggy Hähnel, Pressereferentin am Landratsamt in Mittelsachsen. „Die wirtschaftliche Situation der LMK hat sich verbessert“, hieß es weiter über die kreiseigene Krankenhausgesellschaft.

Drei Jahre lang hatten die Ärzte und Mitarbeiter in den Bereichen Pflege und Verwaltung Einschnitt hinnehmen müssen, um den Betrieb der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH zu sichern. Die knapp 50 Ärzte waren laut Notlagentarifvertrag eine Stunde weniger pro Woche arbeiten und haben damit auch entsprechend weniger verdient. Auch das Personal im nichtärztlichen Bereich, knapp 400 Mitarbeiter, hatte die Arbeitszeit reduziert und damit auf Gehalt verzichtet.

Anzeige
Gänse Taxi - Der Braten kommt zu dir!
Gänse Taxi - Der Braten kommt zu dir!

Ihr wollt nicht auf ein Weihnachtsessen mit eurem Team verzichten? Wir haben die Lösung: Gans, Ente & Co. liefern wir direkt zu Euch in die Firma.

Insolvenz abgewandt

Hintergrund für die vorübergehenden Tarifeinschränkungen war die drohende Insolvenz der LMK im Jahr 2017. Eine in dem Zusammenhang angestrebte Eingliederung der LMK in die Vereinigte Gesundheitseinrichtungen (VGE) Mittelsachsen war im selben Jahr gescheitert.

Ein Wermutstropfen aber bleibt. Wie im Sommer bekanntwurde, gibt die LMK die Kinder- und Jugendpsychiatrie am Haus auf. Die Abteilung mit 60 Beschäftigten wird Ende des Jahres geschlossen. Schon einmal stand die Abteilung auf der Kippe und wurde von Ende November 2016 bis April 2017 geschlossen. Gegenüber der Freien Presse begründete LMK-Geschäftsführer Florian Claus die Entscheidung vor allem mit der prekären Personalsituation in dem Bereich der Klinik. Facharztstellen seien nur nach einem „Kraftakt“ wieder zu besetzen gewesen. Hohe gesetzliche Vorgaben für psychiatrische Kliniken würden die Situation zusätzlich verschärfen. (mit FP)

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln