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Döbeln

147 Steine für die Verstorbenen

In der Roßweiner Marienkirche wurde den Corona-Toten gedacht. Aber nicht nur ihnen.

147 Steine standen für die 147 Verstorbenen. Aufgestellt in der Roßweiner Marienkirche
147 Steine standen für die 147 Verstorbenen. Aufgestellt in der Roßweiner Marienkirche © Lars Halbauer

Von Lars Halbauer

Döbeln. Vor allem Menschen, die im letzten Jahr Angehörige verloren haben, wurde oft in der Corona-Pandemie die Möglichkeit genommen, gebührend Abschied zu nehmen. Die Kirche in Roßwein und der Bürgermeister der Stadt Veit Lindner haben am Samstag zu einer zentralen Gedenkveranstaltung geladen. Hier sollte den Menschen Gelegenheit gegeben werden, gemeinsam Erinnerung und Gedenkzeit zu finden.

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Gut 50 Gäste folgten dem Aufruf. Veit Lindner zitierte Immanuel Kant „Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern. Tot ist nur, wer vergessen ist.“ Nicht nur die an und mit Corona Verstorbenen sollten einen Namen in der Gedenkveranstaltung finden, sondern alle im vergangenen Jahr verstorbenen Menschen.

„Corona hat ja dazu geführt, dass die Trauerfeiern und Beerdigungen im allerengsten Familienkreis stattfinden mussten“, so Pfarrer Jadatz „Also wollten wir allen Menschen heute die Möglichkeit zum Gedenken geben.“ Um der Trauer ein Bild zu geben, hat die Kirchengemeinde insgesamt 147 Steine beschriftet.

Die Namen wurden verlesen und im Halbkreis um die Altarkerze gelegt. Die Gäste konnten sich als Erinnerung diesen im Anschluss an den Gottesdienst mitnehmen. „Wir werden die Steine die nächste Woche am Altar ruhen lassen und finden dann in der Kirche einen Platz, wo wir den Erinnerungssteinen einen Ort des Gedenkens geben können“, so der Pfarrer.

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