merken
PLUS Döbeln

15 neue Erzieher für Döbeln

Die Stadt Döbeln hat sich intensiv um Personal für ihre Kindergärten bemüht. Der Personalengpass konnte nun ausgeglichen werden.

Ein großer Teil der 15 neuen Erzieherinnen und Erzieher haben sich fürs Gruppenfoto vor dem Schlegelbrunnen aufgestellt. Mit dabei unter anderem Oberbürgermeister Sven Liebhauser (links).
Ein großer Teil der 15 neuen Erzieherinnen und Erzieher haben sich fürs Gruppenfoto vor dem Schlegelbrunnen aufgestellt. Mit dabei unter anderem Oberbürgermeister Sven Liebhauser (links). © Jens Hoyer

Döbeln. Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU) machte aus seiner Motivation kein Hehl: „Tu’ Gutes und rede darüber“, sagte er am Mittwoch vor 15 Erzieherinnen und Erziehern, die er ins Rathaus eingeladen hatte, um sie zu begrüßen – Gruppenfoto für die Öffentlichkeit inklusive. Sie waren alle in diesem Jahr neu eingestellt worden. 

Ein personeller Kraftakt. „Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber und wollen das nach außen zeigen. Und die Eltern sollen wissen, dass ihre Beiträge gut investiertes Geld sind“, sagte Liebhauser.

Anzeige
Nicht lange warten, ab ins neue Heim!
Nicht lange warten, ab ins neue Heim!

Schauen, beraten lassen, mit dem Bauherren sprechen. Kommen Sie zu der Baustellenbesichtigung in Nossen am 27. September 2020

Zwölf Frauen und drei Männer für Döbelns Kitas

Im vergangenen Jahr hatte sich an den Kitas der Stadt ein enormer personeller Engpass bemerkbar gemacht. Dafür gab es verschiedene Gründe. Es waren nicht nur Erzieherinnen in den Ruhestand gegangen. 

Durch den veränderten Personalschlüssel werden mehr Mitarbeiter benötigt. Vorbereitungs- und Nachbereitungszeiten erforderten größere personelle Ressourcen. Dazu komme, dass schwangere Erzieherinnen aus gesundheitlichen Gründen sehr schnell ein Berufsverbot bekommen, sagte Stadtsprecher Thomas Mettcher.

Alle Stadtverwaltungen seien durch die veränderten Bedingungen beim Personal in den Kitas an ihre Grenzen gestoßen, sagte Liebhauser. „Es ist schwierig, kurzfristig an Mitarbeiter zu kommen. Wir haben beschlossen, im großen Stil Erzieher einzustellen.“ Über öffentliche Ausschreibungen hatte die Verwaltung nach Mitarbeitern gesucht. Und das erfolgreich. 

Zwölf Frauen und drei Männer bissen an. Die ersten vier haben im Juli in den Kitas angefangen, ein großer Schwung im August. Noch bis November werden die Reihen der Mitarbeiter in den Kitas aufgefüllt.

"Das ist mein Traumberuf"

 Allein vier Erzieher hat die Kita Bussibär in Großbauchlitz abbekommen. Andere gehen in die Kita Rößchengrund, Tausendfüßler, nach Ebersbach, in die Kita Sonnenschein und Kleeblatt.

Tim Tauber ist einer der drei männlichen Erzieher, die bei der Stadt eingestellt wurden. „Ich arbeite im Hort der Grundschule Döbeln Ost“, sagte der 22-Jährige Berufseinsteiger, der eine klassische Ausbildung hinter sich gebracht hat.  Nach dem Schulabschluss in zwei  Jahren  am beruflichen Schulzentrum in Döbeln zum Sozialassistenten. Danach die dreijährige Erzieherausbildung. „Das ist mein Traumberuf“, sagte Tauber.

Nach 30 Jahren wieder als Erzieher eingestiegen

Deutlich mehr Lebenserfahrung bringt Ines Buschmann mit. Die 52-Jährige arbeitet in der Kita Bussibär. „Ich war fast 30 Jahre raus aus dem Beruf“, erzählte sie. Sie hatte früher in einer Kita in Döbeln gearbeitet, war 1990 entlassen worden. 

„Meine Chefin hat mich gefragt: Sind sie schwanger? Nein? Dann bekommen sie die Kündigung.“ Sie habe später beim Landratsamt und zuletzt beim Jobcenter gearbeitet. „Ich habe mir die Frage gestellt, ob ich bis zur Rente im Jobcenter bleiben will. Es gibt nichts Dankbareres, als mit Kindern zu arbeiten.“ 

Ihr neuer Arbeitgeber, die Stadt, hatte in der langen Berufspause kein Problem gesehen. „Ich bin unter der Option eingestellt worden, dass ich mich beruflich weiterbilde.“

Weiterführende Artikel

Kostenlose Corona-Tests für Erzieher in Sachsen

Kostenlose Corona-Tests für Erzieher in Sachsen

Sachsen bietet nach der Urlaubszeit mehr freiwillige und kostenlose Tests an. Das ist auch für Pflegepersonal möglich.

Erzieher-Ausbildung soll in Döbeln bleiben

Erzieher-Ausbildung soll in Döbeln bleiben

Trotzdem wird zukünftig auch in Freiberg die Ausbildung möglich sein. Das hat der Kreistag am Mittwoch entschieden.

Franziska Hanns arbeitet in der Kita Zwergenstübchen in Ebersbach. „Ebersbach oder Ziegra waren meine Wunschkitas“, sagte die 25-Jährige. Die Döbelnerin ist aus Mittweida nach Limmritz zurückgekommen. In Mittweida war sie ein Jahr lang in einem Hort angestellt. „Ich wollte aber wieder mit Krippenkindern arbeiten.“

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln