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50 Kilometer weite Verfolgungsjagd

Auf teils gefährliche Weise versucht ein VW-Fahrer die Polizei abzuhängen. Dann verunglückt er.

Die Polizei lieferte sich mit einem VW-Fahrer eine rund 50 Kilometer lange Verfolgungsjagd, die größtenteils durch Mittelsachsen führte.
Die Polizei lieferte sich mit einem VW-Fahrer eine rund 50 Kilometer lange Verfolgungsjagd, die größtenteils durch Mittelsachsen führte. © Archiv/Friso Gentsch/dpa

Region Döbeln. Mit einem Unfall, der vorläufigen Festnahme und sechs Strafanzeigen endete am Nachmittag des 21. Dezember für einen VW-Fahrer eine fast 50 Kilometer lange Flucht vor der Polizei quer durch den Landkreis Mittelsachsen. „Es war an einigen Stellen nur glücklichen Umständen geschuldet, dass es nicht zu verheerenden Zusammenstößen zwischen dem VW und Unbeteiligten kam“, erklärt Marcus Gerschler, Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz.

Was war passiert? Gegen 14.35 Uhr war Polizisten auf der Bundesstraße 169 in Hainichen ein VW Golf durch seine rasante Fahrweise aufgefallen. Als dessen 34 Jahre alter Fahrer den Funkstreifenwagen im Rückspiegel bemerkte, gab er nochmals Gas. Die Beamten nahmen die Verfolgung in Richtung Frankenberg auf und erreichten dabei eine Geschwindigkeit bis zu 160 Kilometern pro Stunde. Die Polizisten beobachteten, wie der VW-Fahrer mehrfach vorausfahrende Autos mit waghalsigen Manövern, unter anderem in nicht einsehbaren Kurven, überholte.

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Im Straßengraben gelandet

Im Frankenberger Ortsteil Dittersbach bog der Flüchtige von der B 169 auf die Autobahn 4 ab, fuhr Richtung Dresden weiter und wechselte am Autobahnkreuz Nossen auf die Autobahn 14 in Richtung Leipzig. „An der Anschlussstelle Nossen-Nord verließ der VW-Fahrer die Autobahn wieder, fuhr weiter mit hoher Geschwindigkeit und andere Verkehrsteilnehmer gefährdend auf der Kreisstraße 7521 durch den Döbelner Ortsteil Choren“, so Gerschler.

Immer noch den Wagen verfolgend beobachteten die Polizisten schließlich am Abzweig zur Staatsstraße 35 Richtung Lommatzsch, dass der VW ins Schlingern geriet und in den Straßengraben schleuderte. Damit war die Flucht des 34-Jährigen gegen 15.05 Uhr vorbei. Die Beamten zogen den unverletzt gebliebenen Mann aus dem verunfallten Auto und setzten ihn an Ort und Stelle fest.

Unter Drogen im geklauten Auto

Die Gründe für seine Flucht waren vielfältig. Zum einen reagierte ein Drogenschnelltest bei dem Mann n positiv auf Amphetamine sowie Methamphetamine, zum anderen waren die am VW angebrachten Kennzeichen als gestohlen gemeldet und der Tatverdächtige nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Obendrein war auch der Fluchtwagen, der auf eine Firma in Halle/Saale zugelassen ist, entwendet. Dabei hatte der Besitzer den Diebstahl noch gar nicht angezeigt. Der VW wurde zur kriminaltechnischen Untersuchung sichergestellt. Zum Unfallschaden liegen noch keine Angaben vor.

„Im Ergebnis wird nunmehr gegen den 34-jährigen Deutschen wegen des Verdachts des Pkw-Diebstahls, Urkundenfälschung – aufgrund der falsche Kennzeichen – Fahrens ohne Fahrerlaubnis, unerlaubten Erwerbs von Betäubungsmitteln sowie Gefährdung des Straßenverkehrs und verbotenen Kraftfahrzeugrennen ermittelt“, sagt der Pressesprecher. Der Mann wurde am Vormittag des 22. Dezember auf Weisung der zuständigen Staatsanwaltschaft aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

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