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Auch auf dem Land noch genug Platz für Stammbäume

Die Pflanzaktion für den Roßweiner Nachwuchs ist bereits zum zweiten Mal ausgefallen. Damit sollten Infektionen vermieden werden.

In den Ortsteilen von Gleisberg ist noch genug Platz für Stammbäume.
In den Ortsteilen von Gleisberg ist noch genug Platz für Stammbäume. © Dietmar Thomas

Roßwein. Coronabedingt hat Roßweins Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) die für vergangenen Samstag geplante Pflanzaktion für im Vorjahr geborene Roßweiner abgesagt. Das war schon der Nachholtermin. Denn auch im Frühjahr konnten Eltern und Großeltern aus demselben Grund nicht zum Spaten greifen: um das Infektionsrisiko zu reduzieren.

Dieses Hindernis wird dem sogenannten Stammbaumpflanzen aber nicht ewig im Weg stehen, hoffen Verwaltung und die beteiligten Familien. „Haben wir für diesen Fall dann bei uns hier in Gleisberg, Wetterwitz und Wettersdorf auch noch genügend Pflanzflächen?“, wollte Ortschaftsrat Heiko Schmidt von Ortsvorsteher Bernd Handschack (CDU) wissen.

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An Stammbäumen fehlen Namensschilder

Auf jeden Fall, lautete die Antwort von Handschack. Zunächst gebe es noch Platz auf der Fläche zwischen dem neuen Festplatz, dem Sportplatz und der Kindertagesstätte. Dort sind schon einige Bäume für neugeborene Gleisberger in den Boden gekommen, und auch der Gedenkbaum für Ehrenbürgerin Helga Frankenstein hat dort einen würdigen Platz gefunden. Dass noch Namensschilder fehlen, ist bei der Ortsteilbegehung ins Protokoll aufgenommen worden.

Als weitere Fläche für künftige Stammbäume nannte der Ortsvorsteher den Feldrand in Wetterwitz zur Autobahnbrücke. „Dort soll’s weitergehen und dann entlang der Chorener Straße“, sagte Handschack. 

Er erinnerte daran, dass sich die Ortschaftsräte vor Jahren schon einmal mit möglichen Pflanzflächen befasst und unter anderem Abschnitte favorisiert hatten, wo alte Obstbäume durch neue ersetzt werden müssen. Das allerdings habe sich als schwierig herausgestellt.

Bäume am Feldrand nicht gern gesehen

Nicht in jedem Fall seien die Landeigentümer beziehungsweise die Pächter der Flächen über Bäume am Feldrand begeistert. Das habe mehrere Gründe, wie der Ortsvorsteher schildert. Hauptsächlich gibt es Handschack zufolge wohl die Befürchtung, dass die Bäume die Erträge schmälern könnten. 

Zum einen, weil sie Nährstoffe beanspruchen, die beispielsweise dem Getreide fehlen, das daneben angebaut wird. „Zum anderen werfen die Bäume Schatten. Dort wächst dann angeblich weniger“, erklärte der Ortschef, was die damalige Recherche ergeben hatte. 

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