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Döbeln

Auf den Spuren des Bergbaus in Roßwein

Ab 1. Mai kann der Bergbaulehr- pfad genutzt werden. Corona verbietet die Eröffnung in gebührender Form, aber nicht das „Anwandern“.

Wanderwegewart Jens Pigorsch und das Bauhofteam haben den neuen Bergbaulehrpfad in Roßwein ausgeschildert. Ab 1. Mai sind die beiden Rundwege freigegeben.
Wanderwegewart Jens Pigorsch und das Bauhofteam haben den neuen Bergbaulehrpfad in Roßwein ausgeschildert. Ab 1. Mai sind die beiden Rundwege freigegeben. © Dietmar Thomas

Roßwein/Gersdorf. Glück auf! – Der Gruß der Bergleute ist in Roßwein nur noch selten zu hören. Das war nicht immer so. Denn sogar am Rande der Altstadt von Roßwein sind Bergleute einst eingefahren.

An dieser Stelle leuchtet seit vergangenem Advent ein großer Schwibbogen mit Bergbaumotiven, und inzwischen steht dort auch eine von zwei großen Infotafeln zum Bergbaulehrpfad.

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Der sollte in einem nächsten Versuch am Maifeiertag mit einer geführten Wanderung mit Imbiss- und Info-Angeboten eingeweiht werden. Doch die Pandemie lässt dies auch jetzt nicht zu.

Deshalb hat Bürgermeister Veit Lindner entschieden: „Wir geben den Lehrpfad jetzt mit der entsprechenden Ausschilderung frei – ohne die geplanten Aktionen. Damit steht er Wanderfreunden nun uneingeschränkt zur Verfügung.“

Schlägel und Bergeisen - beide Werkzeuge gekreuzt, stellen das traditionelle Symbol für den Bergbau dar. Am Lehrpfad finden sie Wanderer von knalligem Pink und Türkis umgeben.
Schlägel und Bergeisen - beide Werkzeuge gekreuzt, stellen das traditionelle Symbol für den Bergbau dar. Am Lehrpfad finden sie Wanderer von knalligem Pink und Türkis umgeben. © Dietmar Thomas

Der Rundweg zur Erinnerung an den historischen Roßweiner Bergbau geht auf eine Idee von Ullrich Bänsch aus Etzdorf zurück. Er sieht ihn als gute Ergänzung des Weges Freiberg-Altzella. Für die Hinweistafeln hat Bänsch die Zuarbeiten geliefert.

Eine Übersicht über den Pfad bekommen an der Region und am Bergbau Interessierte auf zwei großen Übersichtstafeln. Eine steht mittlerweile an der Verbindungsstraße Roßwein-Gleisberg am Hunt, dem Parkplatz für Besucher des Gottes Segen Erbstolln sowie des Wolfstales, die andere an der Nossener Straße am Schwarzen Pferd.

Darüber hinaus haben die Wanderwegewarte Kerstin und Jens Pigorsch sowie das Team des Bauhofes noch 20 kleine Schautafeln mit Wissenswertem über den Bergbau in der Region angebracht. Die Details dafür haben Heimatkundler und Bergbauexperten, in erster Linie eben Ullrich Bänsch, beigesteuert.

Ein Stück Weltkulturerbe in Roßwein erleben

Damit will Roßwein nicht nur auf die schöne Auen- und Waldlandschaft hinweisen, „sondern auch die Geschichte des Bergbaus vermitteln“, sagt der Bürgermeister. Er findet, dass dieser Teil der Stadtgeschichte an Bedeutung gewinnt, seitdem der Bergbau in und um Roßwein ein Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Montanregion Erzgebirge/Krusnohori“ ist.

Für den Rundweg haben Kerstin und Jens Pigorsch eine 4,8 und eine 9,1 Kilometer lange Route ausgewiesen. Diese sind verschiedenfarbig gekennzeichnet, und zwar mit Schlägel und Bergeisen. Beide Werkzeuge gekreuzt, stellen das traditionelle Symbol für den Bergbau dar.

Am Lehrpfad finden sie Wanderer von knalligem Pink und Türkis umgeben. Schlägel und Bergeisen. Beide Werkzeuge gekreuzt, stellen das traditionelle Symbol für den Bergbau dar. Am Lehrpfad finden sie Wanderer von knalligem Pink und Türkis umgeben.

Ein Symbol soll sein, dass Kerstin und Jens Pigorsch den Weg am 1. Mai sozusagen „anwandern“. Wer den Wegewarten folgen will, sollte sich um 10 Uhr am Schwarzen Ross einfinden.

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