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B169 führt künftig um Heyda herum

Die Bundesstraße soll auf einer Länge von 2,7 Kilometern ausgebaut werden. Dafür sind sechs Millionen Euro vorgesehen.

Die Heydaer, die direkt an der B 169 wohnen, sind permanentem Lärm ausgesetzt. Denn die Bundesstraße ist stark befahren. Deshalb soll sie verlegt werden.
Die Heydaer, die direkt an der B 169 wohnen, sind permanentem Lärm ausgesetzt. Denn die Bundesstraße ist stark befahren. Deshalb soll sie verlegt werden. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Auf der B 169 herrscht starker Verkehr. Viele Kraftfahrer nutzen die Bundesstraße als Zubringer für die A 14 im Bereich Döbeln und die A4 im Bereich Hainichen. Für die Anwohner in Heyda bringen die rund 10.500 Fahrzeuge pro Tag eine enorme Belastung durch Lärm und Abgase mit sich. Deshalb soll die Trasse in Richtung Osten verlegt werden. Die Pläne reichen aber noch viel weiter.

Auf welchem Abschnitt soll die B169 ausgebaut werden?

Der Bauabschnitt erstreckt sich über eine Länge von rund 2,7 Kilometer. „Das ist die Strecke zwischen der Kreuzung Littdorf/Otzdorf bis nach Döbeln zum Abzweig Neudorf/S 32“, erklärt Franz Grossmann, Pressesprecher des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv).

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Welche Veränderungen beinhaltet das Vorhaben genau?

Das Projekt umfasst den grundhaften Ausbau der B 169 und beinhaltet die östliche Verlegung aus der Ortslage Heyda. „Als Fortführung des Ausbaus südlich und nördlich von Greifendorf werden wechselseitig Überholfahrstreifen angeordnet“, so Grossmann.

Mit der Verbreiterung der Straße seien Änderungen bei der Erschließung landwirtschaftlicher Flächen verbunden. Deshalb würden auch neue landwirtschaftliche Wege geplant. Der Knotenpunkt B 169 /S 32 Richtung Waldheim werde außerhalb der Ortsdurchfahrt neu angelegt, da ein leistungsfähiger Ausbau in der Ortsdurchfahrt, der den Richtlinien entspricht, nicht möglich sei.

Gehören zu dem Projekt Lärmschutzmaßnahmen?

„Gesetzliche Grundlagen zur Durchführung von Lärmschutzmaßnahmen beim Bau oder der wesentlichen Änderung öffentlicher Verkehrswege bilden die Paragrafen 41 und 42 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) in Verbindung mit der von der Bundesregierung erlassenen 16. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes“, erläutert der Pressesprecher. Auf dessen Grundlage seien schalltechnische Untersuchungen durchgeführt worden. Deren Ergebnis habe gezeigt, dass vom Lasuv als Vorhabenträger keine Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen werden müssten.

Wird es entlang der Strecke einen Radweg geben?

„Entsprechend der Radverkehrskonzeption des Freistaates Sachsen ist in der Planung ein straßenbegleitender Radweg zwischen Heyda und Ebersbach enthalten“, so Grossmann. Dieser ist Teil der geplanten durchgehenden Radwegeverbindung zwischen den Städten Waldheim und Döbeln im Zuge der S 32.

Welche Vorteile soll die neue Trasse haben?

Die wechselseitigen Überholmöglichkeiten sollen die Qualität des Verkehrsablaufs und die Verkehrssicherheit erhöhen. Zudem werde der Charakter der Strecken beim Ausbau der B 169 vereinheitlicht. Dazu trage auch die teilweise Verlagerung des landwirtschaftlichen Verkehrs von der B 169 auf landwirtschaftliche Wege bei.

Außerdem werde die Ortsdurchfahrt Heyda durch die Verlegung der B 169 wesentlich vom Verkehr entlastet. In der Ortsdurchfahrt verbleibe lediglich der regionale Verkehr der S 32 zwischen Waldheim und Döbeln. Für die Ortsdurchfahrt sei die Weiterführung des Geh- und Radweges vorgesehen.

Wann ist mit einem Baubeginn zu rechnen?

Die Planung läuft seit mehreren Jahren. „Ein möglicher Baubeginn ist vom Ablauf und der Dauer des Planfeststellungsverfahrens sowie von der Bereitstellung der finanziellen Mittel abhängig und kann daher zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht seriös benannt werden“, sagt Franz Grossmann. Es sei mit einer Bauzeit von 1,5 Jahren zu rechnen.

Wie viel Geld ist für das Bauvorhaben eingeplant?

Für die Baumaßnahme liegen die zu erwartenden Kosten nach derzeitigem Stand bei rund sechs Millionen Euro. Kostenträger sind der Bund für die B 169, die Wirtschaftswege und den Radweg an der B 169, der Freistaat Sachsen anteilig für die Kreuzung B 169/S 32 und den Radweg an der S 32 und die Stadt Waldheim für die Gehwege in Heyda.

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Interessierte können die Planungsunterlagen noch bis zum 24. Juni in der Stadtverwaltung Waldheim einsehen. Dafür ist eine vorherige Terminvereinbarung unterTel. 034327 57229 oder per E-Mail [email protected] erforderlich.

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