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Balou ist ein Lebensretter

Der Berner Sennenhund hat eine Frau in der Mulde bei Döbeln gefunden. Sie hatte dort wohl schon eine Weile gelegen.

Annett Kretzschmar wohnt mit Mann und Tochter in Großbauchlitz und ist mit dem Familienhund Balou gern an der Mulde unterwegs. Am Dienstag hat der Berner Sennenhund dort eine wichtige Entdeckung gemacht.
Annett Kretzschmar wohnt mit Mann und Tochter in Großbauchlitz und ist mit dem Familienhund Balou gern an der Mulde unterwegs. Am Dienstag hat der Berner Sennenhund dort eine wichtige Entdeckung gemacht. © Dietmar Thomas

Döbeln. Balou ist ein Berner Sennenhund. Fünf Jahre alt, 45 Kilo voller Energie. Er bellt, wenn ein Fremder zu nahe kommt. „Es ist ein richtiger Wachhund“, sagte Annett Kretzschmar. Sie steht in Großbauchlitz am Ufer der Mulde, wo sich am Dienstag etwas ereignet hat, was sie so schnell nicht vergessen wird.

Es war kein gewöhnlicher Morgen. Es hatte frisch geschneit. Annett Kretzschmar, im Beruf Verkäuferin, war vor der Arbeit gegen 7.30 Uhr mit Balou noch mal draußen, es sei noch nicht richtig hell gewesen. „Das ist unsere Lieblingsrunde, weil ich Balou hier auch mal laufen lassen kann“, erzählte die 48-Jährige.Der Schnee auf dem Weg entlang der Mulde sei unberührt gewesen. „Keine Tapse war zu sehen“, sagte sie. „Auf einmal hat mich Balou zur Mulde rübergezogen.“ Was sie dort am Muldenufer sah, lässt sie jetzt noch erschauern. Eine menschliche Gestalt habe halb im Fluss gelegen, der Oberköper am Ufer, die Beine im Wasser. Die Frau sei schon eingeschneit gewesen.

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Balou hat Frau im Wasser bemerkt

„Wenn Balou nicht gewesen wäre, ich hätte die Frau nicht gesehen“, erzählte Annett Kretzschmar. Sie rief mit dem Handy die Polizei und den Rettungsdienst, wartete an der Straße und führte die Beamten dann zu der Stelle, die ein ganzes Stück weit entfernt von der Straße in der Nähe einer Kleingartenanlage lag.

„Ich bin gar nicht ganz hingegangen“, sagte sie. Der Polizist habe die Frau untersucht und festgestellt, dass sie noch lebt. Dann habe er sie aus dem Fluss gezogen. Der Rettungsdienst habe sich dann weiter um die Versorgung gekümmert.

Polizei: Kein Fremdverschulden

Die Polizeidirektion bestätigte den Vorfall. Es gebe keinen Hinweis auf eine Straftat oder auf Fremdverschulden, sagte ein Mitarbeiter der Pressestelle der Polizeidirektion Chemnitz. Die Frau sei ins Krankenhaus gebracht worden. Auch die Feuerwehr war im Einsatz, ohne aber selbst aktiv zu werden.

Annett Kretzschmar hat später am Tage noch einen Anruf von der Kriminalpolizei bekommen, die noch einige Angaben brauchte. „Da wurde gesagt, dass es der Frau den Umständen entsprechend gut geht. Ich bin so froh, dass sie lebt.“

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