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Döbeln

Bauherren steht Fördergeld in Aussicht

Eine Familie aus Leisnig hat EU-Zuschüsse beantragt. Mit ihrem Projekt in der Altstadt ist sie bereits auf der Zielgeraden.

Syliva und Ulrich Hofmann aus Leisnig haben sich entschieden, ein altes Haus in der Altstadt zu retten und dort unter anderem Ferienwohnungen einzurichten. Das unterstützt die EU.
Syliva und Ulrich Hofmann aus Leisnig haben sich entschieden, ein altes Haus in der Altstadt zu retten und dort unter anderem Ferienwohnungen einzurichten. Das unterstützt die EU. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Die Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum ist das große Ziel, das die Europäische Union (EU) im Leader-Gebiet Sachsenkreuz+ bezuschussen will. Unter diese Rubrik fallen eine Menge Vorhaben, sodass das Regionalmanagement von Sachsenkreuz+ hofft, dass sich viele Bauherren um die nächsten Zuschüsse bewerben.

Getan hat das in der Vergangenheit zum Beispiel die Familie Hofmann. Sie hat in der Leisniger Altstadt ein Fachwerkhaus gekauft, bei dessen Sanierung der Vorbesitzer irgendwie steckengeblieben ist (wir berichteten).

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Am Anfang war von dem alten Haus kaum mehr übrig als die Außenhülle. Doch inzwischen sieht es drinnen gut aus, und auch die Front zur Straße, über Jahre nur notdürftig gesichert, kann sich sehen lassen.

Fördervielfalt beim Sachsenkreuz+ ist vielfältig

Dieses Bauvorhaben im historischen Stadtkern von Leisnig ist eines, das die Bewerbungsrunde schon durchlaufen und ein positives Votum von den Entscheidungsträgern bekommen hat.

„In diesem Haus entstehen mit Leader-Fördermitteln zwei Ferienwohnungen und eine Wohnung“, sagt Kerstin Fiedler vom Sachsenkreuz+Regionalmanagement. „Der Mieter ist schon eingezogen. Die letzten Arbeiten im Flur und Treppenhaus müssen noch beendet werden, damit die ersten Gäste kommen können“, so die Regionalmanagerin.

Wer Ähnliches plant, kann sich bis 16. Juni um EU-Zuschüsse bewerben. Was genau gefördert wird, dazu berät das Team von Planet in Kemmlitz. Möglichkeiten der Unterstützung gibt es sowohl für investive, als auch für nichtinvestive Kosten.

Antragsteller dürfen Privatpersonen, Selbstständige, Vereine und Kommunen im Gebiet von Sachsenkreuz+ sein. Das erstreckt sich von Leisnig bis Lichtenau über einen Großteil des Altkreises Döbeln und ein Stück darüber hinaus.

So sah das Haus der Hofmanns noch vor zwei Jahren aus. Inzwischen sind die Fenster und der Giebel erneuert und der untere Teil der Fassade verputzt. Der Innenausbau wird noch fertiggestellt.
So sah das Haus der Hofmanns noch vor zwei Jahren aus. Inzwischen sind die Fenster und der Giebel erneuert und der untere Teil der Fassade verputzt. Der Innenausbau wird noch fertiggestellt. © Dietmar Thomas

Um Unterstützung bemühen können sich touristische Anbieter. Dabei geht es nicht nur um neue Übernachtungsangebote, sondern auch darum, Rastplätze anzulegen, vorhandene Wege weiter auszuschildern. Es gibt Zuschüsse für das Ressourcenmanagement wie nachhaltige Bewirtschaftungen oder die Pflege von Streuobstwiesen. Unterstützt werden außerdem regionale Erzeugung und Direktmarketing.

Fast 1,7 Millionen gibt es allein für Vorhaben, mit denen sich Daseinsvorsorge und Lebensqualität verbessern. Dabei geht es unter anderem um Investitionen in Kitas und Schulen, Freizeiteinrichtungen, Spielplätze, die Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs, die Mobilität sowie die Verbesserung der Situation von Arztpraxen oder des Seniorenwohnens. Weiterhin spielt die Infrastruktur – Straßen, Wege, Dorfplätze, Parkanlagen – eine große Rolle. Auch der Erhalt ortsbildprägender Gebäude kann bezuschusst werden.

Kontakt zum Regionalmanagement von Sachsenkreuz+: Tel. 034362/379800, www.sachsenkreuzplus.de

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