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Baustart für Oberschulanbau in Waldheim

In den nächsten Tagen wird die Bodenplatte gegossen. Bei günstigem Wetter könnte der Rohbau bis zum März stehen.

Die Mitarbeiter der Firma Petters haben für den Anbau an der Oberschule eine sogenannte Sauberkeitsschicht gegossen. Der folgen in der kommenden Woche die Bewehrung und eine 50 Zentimeter dicke Bodenplatte.
Die Mitarbeiter der Firma Petters haben für den Anbau an der Oberschule eine sogenannte Sauberkeitsschicht gegossen. Der folgen in der kommenden Woche die Bewehrung und eine 50 Zentimeter dicke Bodenplatte. © Dietmar Thomas

Waldheim. Auf der Rückseite der Oberschule Waldheim hat sich in den vergangenen vier Wochen einiges getan. Die Firma Roman Petters Bau hat eine riesige Baugrube ausgehoben und weitere Vorarbeiten geleistet. Jetzt ist die Form des Anbaus, der dort entstehen soll, zu erkennen.

Durch die stetig steigende Schülerzahl stößt die Oberschule an ihre Kapazitätsgrenze. Deshalb hat sich die Stadt zur Erweiterung der Bildungseinrichtung entschlossen, in die sie rund 1,35 Millionen Euro investiert. Davon werden etwa 813.000 Euro über das Programm „Schulische Infrastruktur“ gefördert.

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Anbau für Oberschule: Zweistöckiges Gebäude geplant

In den nächsten Wochen wird der Rohbau wachsen. „Wenn das Wetter mitspielt, könnte er bis März stehen“, sagt Geschäftsführer Roman Petters. Am Freitag hat er mit seinen Mitarbeitern eine Sauberkeitsschicht aus Magerbeton als unterste Schicht gegossen. Am Montag erfolgt die Bewehrung und anschließend eine 50 Zentimeter dicke Bodenplatte.

Der Anbau, der schräg zwischen die beiden Hauptgebäude der Oberschule gesetzt wird, hat eine Grundfläche von 15 mal 13 Meter. Auf beiden Etagen des zweistöckigen Gebäudes verbindet künftig ein Gang das bestehende und das neue Gebäude. Dabei entsteht ein kleiner Lichthof. Der Fahrstuhl bleibt weiter von außen nutzbar.

Aus zwei Klassenräumen wird eine Aula

In der unteren Etage sollen ein Medien- und Musikkabinett sowie weitere kleine Neben- und Gruppenräume eingerichtet werden. In der oberen Etage sind zwei Klassenräume geplant, zwischen denen sich eine mobile Trennwand befindet. Wird diese geöffnet, kann der entstehende große Raum für Veranstaltungen genutzt werden. Eine Aula fehlt bisher in der Schule.

Den Auftrag für die mobile Trennwand und die Innentüren des Anbaus haben die Mitglieder des Technischen Ausschusses am Donnerstagabend einstimmig an die Tischlerei Ekkehard Landgraf in Döbeln vergeben.

Nach Abschluss der Vorarbeiten sind die Lage und Größe des künftigen Anbaus erkennbar.
Nach Abschluss der Vorarbeiten sind die Lage und Größe des künftigen Anbaus erkennbar. © Dietmar Thomas

Diskussion über Informationspolitik im Stadtrat

Vor der Abstimmung war eine längere Diskussion entbrannt – nicht über die Firma, die den Zuschlag erhalten sollte, sondern über die Art und Weise, wie die Ausschussmitglieder über die Anbieter informiert wurden.

Einer gesetzlichen Vorgabe folgend, wurde in der Beschlussvorlage erstmals nur derjenige benannt, der das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte, alle anderen nicht. Insgesamt hatten sich drei Firmen an der Ausschreibung beteiligt und die Angebotsspanne lag zwischen rund 27.000 und 40.000 Euro, informierte Bauamtsleiter Michael Wittig.

Damit war Albrecht Hänel (CDU) jedoch nicht einverstanden. „Wenn wir eine Entscheidung treffen sollen, müssen wir wissen, wie sich die Angebote zusammensetzen und ob beispielsweise Rabatte angeboten wurden. Das ist ein Freibrief für die Abwertung des Stadtrates“, erklärte Hänel.

Auch Gerd Pfeifer (FDP) meinte, dass der Stadtrat den schwarzen Peter zugeschoben bekäme, wenn er stets nur den günstigsten Bieter nehmen dürfe. „Das ist eine Farce.“

Die Verwaltung habe diese Vorschriften nicht erfunden, sagte Wittig und versuchte die Gemüter zu beruhigen: „Es braucht niemand Angst zu haben, dass die Verwaltung Rabatte unterschlägt.“ Zudem könnten die entsprechenden Unterlagen nichtöffentlich bei ihm eingesehen werden.

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