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Beiersdorf stellt 2021 in Waldheim keine Lehrlinge ein

Der Konzern verbucht eine deutliche Umsatzsteigerung. In Waldheim läuft dagegen die Vorbereitung für die Schließung.

Bei Beiersdorf in Waldheim lernen derzeit fünf Azubis. Ihnen soll eine Übernahme nach Leipzig angeboten werden.
Bei Beiersdorf in Waldheim lernen derzeit fünf Azubis. Ihnen soll eine Übernahme nach Leipzig angeboten werden. © Dietmar Thomas

Waldheim. Die geplante Schließung der Beiersdorf Manufacturing in Waldheim – ehemals Florena – wirkt sich nicht auf die Produktion aus.

Auch wenn der Beiersdorf-Konzern keine Geschäftszahlen zu einzelnen Werken und Tochtergesellschaften veröffentlicht, dürften die Mitarbeiter in Waldheim ihren Anteil am guten Ergebnis der Beiersdorf AG haben. In der Zschopaustadt werden Cremes und Lotionen verschiedener Beiersdorf-Marken, insbesondere Nivea, hergestellt.

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„Die Beiersdorf AG hat ihre erfolgreiche Geschäftsentwicklung im Jahr 2021 fortgesetzt und eine deutliche Ergebnisverbesserung erzielt. Mit einem starken organischen Umsatzwachstum von 16,2 Prozent in den ersten sechs Monaten des Jahres und 28,3 Prozent allein im zweiten Quartal, liegen die Ergebnisse über dem Vorkrisenniveau von 2019“, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns.

Transfer nach Leipzig in Vorbereitung

In der Corona-Pandemie hat das Unternehmen deutlich weniger Geschäfte gemacht: Der Umsatz lag 2020 mit sieben Milliarden Euro um 8,2 Prozent unter Vorjahresniveau. Im ersten Halbjahr 2021 verbuchte das Unternehmen einen Umsatz von etwa 3,9 Milliarden Euro.

„Uns ist es gelungen, sowohl den Umsatz als auch die Profitabilität im Vergleich zum Vorjahr zu verbessern – trotz der noch immer volatilen Marktbedingungen. Dieses Momentum wollen wir für die Zukunft nutzen“, sagte Vincent Warnery, Vorstandsvorsitzender der Beiersdorf AG.

All die guten Zahlen ändern aber nichts daran, dass das Waldheimer Werk geschlossen und dafür ein neues Werk in Leipzig gebaut wird (Sächsische.de berichtete). Die Vorbereitungen für den Transfer nach Leipzig laufen.

„Dabei geht es vor allem um die Detailplanung der zeitlichen Abläufe und den Transfer der Mitarbeiter auf die Stellen im neuen Werk. Auch Trainings und Schulungen sind aktuell in der Vorbereitung“, sagte eine Sprecherin auf Nachfrage.

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In diesem Jahr sind keine neuen Auszubildenden eingestellt worden. „Wir haben in Waldheim aktuell fünf Auszubildende in den Berufen Mechatroniker, Chemikant und Chemielaborant, denen wir auch eine Übernahme nach Leipzig anbieten. Neue Einstellungen von Azubis planen wir dann wieder nach der Eröffnung in Leipzig“, so die Sprecherin.

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