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Blackstone verzehnfacht in Döbeln die Produktion

Das Unternehmen stellt Batterien im 3D-Druck her. Die Schweizer Firma erobert damit den deutschen Markt.

Die Firma Blackstone Technology hat in Döbeln die Fertigungskapazität für Lithium-Ionen-Batterien mit 3D-gedruckten Batterieelektroden aufgebaut, die im kommenden Jahr erweitert werden soll.
Die Firma Blackstone Technology hat in Döbeln die Fertigungskapazität für Lithium-Ionen-Batterien mit 3D-gedruckten Batterieelektroden aufgebaut, die im kommenden Jahr erweitert werden soll. © Dietmar Thomas

Döbeln. Die Schweizer Blackstone Resources AG verzehnfacht am Standort ihrer deutschen Tochtergesellschaft Blackstone Technology GmbH in Döbeln die Produktionskapazität.

Nach dem erfolgreichen Aufbau der Fertigungskapazität für Lithium-Ionen-Batterien mit 3D-gedruckten Batterieelektroden in Döbeln werde Blackstone Technology 2022 die Fertigungskapazität auf 500 Megawattstunden pro Jahr verzehnfachen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

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Absichtserklärung unterzeichnet

Blackstone habe kürzlich eine Absichtserklärung mit der Triathlon Batterien GmbH aus Glauchau, dem größten deutschen Hersteller von Batteriesystemen für Flurförderzeuge unterzeichnet. Dabei sei die Lieferung einer signifikanten Menge an Batteriezellen mit einem Potenzial von mehreren 100 Megawattstunden über die Gesamtlaufzeit vereinbart worden.

„Die Triathlon sieht in unserer Technologie deutliche Vorteile für ihre Produkte in diesem Markt“, so die Pressemitteilung weiter. Daneben bestünden weitere Absichtserklärungen mit Abnehmern aus den Branchen Marineanwendungen, E-Motorräder und E-Nutzfahrzeuge sowie Busse mit einem Wert von rund 184 Millionen Euro.

Flexible Anwendungsmöglichkeiten

Blackstone könne mit ihren hochflexiblen Batterieformaten unter anderem die Bauräume von modernen Gabelstaplern und anderen Fahrzeugen optimal füllen. Dort würden in Zukunft immer weniger die alten Bauraumstandards – auch als Batterietröge bekannt – verwendet. Es würden neue, angepasste Batterieformate benötigt, um damit die Fahrzeuge zu optimieren.

Nicht nur die Abmessungen seien flexibel, sondern auch die gewünschte Energiedichte, Dicke der Batteriezelle und Ladefähigkeit lassen sich mit der 3D-Drucktechnologie für die jeweilige Anwendung optimieren. Mit der geschützten Blackstone Pre-Life-Technology könne der Kunde in Zukunft die gewünschte maximale Zyklenzahl einstellen lassen.

Beliebige Formen möglich

„Heute begrenzen standardisierte und statische Zell- und Batteriedesigns oftmals die Formgebung des späteren Fahrzeugs oder anderer Endprodukte über Jahre oder gar Jahrzehnte. Mit der Blackstoneeigenen 3D-Druck-Technologie lassen sich Batterien in nahezu beliebigen Formen fertigen“, erklärt das Unternehmen.

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Die Batterien würden nicht nur der gestalterischen Freiheit mehr Raum geben, sondern helfen, den zur Verfügung stehenden Bauraum optimal zu nutzen. Darüber hinaus seien sie sehr wirtschaftlich. Somit würden sich die Batteriezellen in Zukunft wieder der ergonomischen und praktischen Form der Produkte anpassen.

Das Unternehmen

  • Die Blackstone Resources AG ist eine Schweizer Holdinggesellschaft mit Sitz in Baar, Kanton Zug, die sich auf den Markt für Batterietechnologie und Batteriemetalle konzentriert.
  • Das Unternehmen bietet ein direktes Engagement in der Revolution der Batterietechnologie.
  • In Döbeln baut Blackstone Technology derzeit eine Produktionslinie für 3D-gedruckte Kleinserien auf.
  • Die kurzfristige Produktion wird Pouch-Zellen mit der geschützten Blackstone Thick Layer Technology sein, die eine 20 Prozent höhere Dichte in Lithium-Ionen-Zellen ermöglicht.
  • Blackstone setzt das Entwicklungsprogramm für Festkörperbatterien und deren Produktionsprozess fort.
  • Elektrofahrzeuge und Batterien haben die Nachfrage angetrieben, die große Mengen dieser Metalle benötigen. Daher errichtet, entwickelt und betreibt Blackstone Resources Produktionsstätten für Batteriemetalle wie Lithium, Kobalt, Mangan, Graphit, Nickel und Kupfer.

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