merken
Döbeln

Brücke zur Lessinginsel bleibt schmal

Wegen zu hoher Kosten wurde die geplante Verbreiterung zurückgestellt. Daran vorbei kommt die Kommune aber nicht.

Die Brücke vom Oberwerder zur Lessinginsel sollte so ausgebaut werden, dass ein Krankenwagen im Notfall darüber fahren kann. Die Firma, die sich als einzige auf die Ausschreibung meldete, überschritt die geplante Summe jedoch erheblich.
Die Brücke vom Oberwerder zur Lessinginsel sollte so ausgebaut werden, dass ein Krankenwagen im Notfall darüber fahren kann. Die Firma, die sich als einzige auf die Ausschreibung meldete, überschritt die geplante Summe jedoch erheblich. © Dietmar Thomas

Waldheim. Die Großübung von vor zwei Jahren hat es deutlich gemacht. Im Falle einer Gefahrensituation ist der Bereich Oberwerder und Lessinginsel in Waldheim für Rettungsfahrzeuge nur eingeschränkt erreichbar. Das sollte sich bald ändern – eigentlich.

Bei Stadtfesten sind die Lessinginsel und der Oberwerder in Waldheim regelmäßig gut besucht. Dort werden Buden und Karussells aufgebaut, und es tummeln sich zahlreiche Gäste.

Anzeige
Die Karriere in Fahrt bringen
Die Karriere in Fahrt bringen

Im Autohaus Dresden gilt: Wenn Mitarbeiter gute Leistungen zeigen, dürfen sie ihr ganzes Potential entfalten. Da ist so mancher schnelle Aufstieg möglich.

Knackpunkt: Zweite Zufahrt

Ein Großteil der Fest-Aktivitäten spielt sich in diesem Bereich ab, der eigentlich auch optimal dafür geeignet ist. Einziger Knackpunkt: Die Zufahrt zur Lessinginsel ist nur von der Kriebsteiner Straße aus möglich. Die kleine Brücke hin zum Oberwerder ist nur für Fußgänger ausgelegt.

Lediglich die kleine Brücke vom Rossmann-Markt aus zum Oberwerder kann unter anderem von den Fahrzeugen des Bauhofes genutzt werden. Dort könnte im Notfall auch ein Krankenauto darüber fahren. Bis auf die Lessinginsel kommt es aber aus dieser Richtung nicht.

Deshalb sollte die Holz-Fußgängerbrücke verbreitert werden – auf etwas mehr als zwei Meter, so dass ein Krankentransportwagen problemlos darüber fahren kann. Die Kommune hatte die Arbeiten ausgeschrieben und etwas mehr als 38.000 Euro dafür im Haushalt eingeplant. 

Zwar haben sich vier Firmen die Unterlagen über die Vergabeplattform abgeholt. Allerdings kam nur ein Angebot zurück. Mit fast 56.000 Euro liegt dieses noch dazu erheblich über der von der Kommune eingeplanten Summe für das Bauvorhaben.

Vorhaben zunächst auf Eis gelegt

„Aus diesem Grund müssen wir die Ausschreibung zunächst wieder aufheben“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Albrecht Hänel (CDU) in der Sitzung des Technischen Ausschusses. Wie Bauamtsleiter Michael Wittig informierte, habe die Prüfung durch das Planungsbüro ergeben, dass das Angebot weit oberhalb aktuell vergleichbarer Preise liegt und unangemessen hohe Einzelpreise aufweist. „Das können wir haushalttechnisch nicht stemmen“, so Wittig.

Sicherheitskonzept ist eindeutig

Verbreitert werden muss die Brücke aber auf jeden Fall, auch wenn die Maßnahme nun erst einmal auf Eis liegt. „Wir kommen da nicht drum herum“, so Wittig. Das Sicherheitskonzept sei eindeutig und verlangt eine zweite Zufahrt. Das habe eben auch die Großübung von vor zwei Jahren noch einmal deutlich gemacht. 

Besonders wichtig sei dies im Hinblick auf das Heimatfest zur 825-Jahrfeier Waldheims im Jahr 2023. „Bis dahin muss die Brücke auf jeden Fall breiter sein, um die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten“, so Wittig.

In Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro werde nun in Erwägung gezogen, die Ausschreibung noch einmal in anderer Form zu gestalten und die Arbeiten zu splitten. Das Geld müsse dann im Haushalt 2021/2022 eingeplant werden.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln