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Leisnig und Kriebstein wählen neue Bürgermeister

Die Räte von Leisnig und Kriebstein folgen hinsichtlich des Termins dem Vorschlag des SSG. Es werden schon Kandidaten gehandelt – hinter vorgehaltener Hand.

Nach dem Wahlgang an diesem Sonntag sind die Mittelsachsen schon im Juni 2022 wieder an die Wahlurne gerufen. Der Posten des Landrates ist neu zu besetzen und vielerorts auch der Chefsessel in den Rathäusern.
Nach dem Wahlgang an diesem Sonntag sind die Mittelsachsen schon im Juni 2022 wieder an die Wahlurne gerufen. Der Posten des Landrates ist neu zu besetzen und vielerorts auch der Chefsessel in den Rathäusern. © dpa

Leisnig/Kriebstein. Noch steht alles im Zeichen der am Wochenende bevorstehenden Bundestagswahl. Bisweilen geht es aber auch schon um die darauffolgenden Wahlen 2022: Dann soll in Mittelsachsen ein neuer Landrat und in vielen Städten und Gemeinden ein neuer Bürgermeister gewählt werden.

In Leisnig und Kriebstein passiert das an einem Tag, und zwar am 12. Juni 2022. Dies zusammenzulegen, ist nicht nur eine Empfehlung des Sächsischen Städte- und Gemeindetages (SSG), sondern auch eine Entscheidung der Vernunft. Denn schon jetzt fällt es manchen Kommunen schwer, alle Wahlhelfer zusammenzubekommen. Und angesichts dieses Mangels aus einem möglichen Wahltermin zwei zu machen, dafür gibt es keine nachvollziehbare Erklärung.

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Mehr als ein Kandidat in Leisnig ist wahrscheinlich

Nicht zuletzt deshalb entschieden sich die Leisniger Stadträte in der zurückliegenden Sitzung, die Einwohner am 12. Juni an die Wahlurnen zu bitten. Sollte eine Nachwahl erforderlich sein, dann wäre der 3. Juli der Termin dafür.

Welche Namen dann in Leisnig auf den Wahlscheinen stehen werden, das entscheiden die Parteien und Wählervereinigung in den nächsten Wochen und Monaten. „Ja, wir wollen wieder einen Kandidaten aufstellen“, bestätigte Matthias Voigtländer, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes „Leisniger Land“, auf Anfrage von Döbelner Anzeiger und Sächsische.de. Er geht davon aus, dass die Mitglieder des Stadtverbandes ihren Kandidaten bis Ende des Jahres benennen.

Ob er sich zur Wiederwahl stellen will, eine Antwort auf diese Frage blieb der aktuelle Rathauschef Tobias Goth schuldig. „Fragen Sie mich im November noch einmal“, so seine Reaktion. Die CDU stellt seit der Wende den Bürgermeister in Leisnig. Tobias Goth wurde 2008 zum ersten Mal als Bürgermeister gewählt, 2015 setzte er sich gegen einen unabhängigen Kandidaten durch – allerdings erst nach einer Zitterpartie.

Kriebsteins Bürgermeisterin will's nochmal wissen

Ob auch die übrigen im Stadtrat vertretenen Parteien und die Wählervereinigung Bockelwitz einen Bürgermeistermeisterkandidaten aufstellen wollen, das ließ deren gemeinsamer Sprecher Michael Heckel offen. „Wir werden uns dazu erst nach der Bundestagswahl äußern. Das ist so abgesprochen, daran halte ich mich“, sagte er auf Anfrage.

Auch die Einwohner der Gemeinde Kriebstein müssen im nächsten Jahr einen neuen Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin wählen. Die derzeitige Gemeindechefin Maria Euchler (Freie Wähler) löste im Jahr 2015 Christoph Merker (Freie Wähler) ab.

Dafür setzte sie sich gegen zwei Mitbewerber – Manuel Viertel und André Weise – durch. Die Bürgermeister werden turnusmäßig alle sieben Jahre gewählt. Somit steht im kommenden Jahr auch in Kriebstein die Bürgermeisterwahl an, zu der sich die jetzige Gemeindechefin wieder zur Verfügung stellen will.

Nötige Stichwahl dann am 3. Juli 2022

Wie Maria Euchler in der Sitzung des Gemeinderates sagte, ist es nicht nur hinsichtlich der zu rekrutierenden Helfer von Vorteil, die Wahl an dem vom SSG vorgeschlagenen Termin, dem 12. Juni 2022, durchzuführen.

„Es ist ratsam, sich diesem Rhythmus der Mehrheit anzuschließen. Zur Unterstützung der Arbeit erhalten wir dann Wahlhinweise und Wahlkalender, um die jeweiligen Veröffentlichungen form- und fristgerecht zu erledigen“, so Maria Euchler. Ein zweiter Wahlgang würde – soweit erforderlich – am 3. Juli stattfinden. Der Gemeinderat stimmt diesem Vorschlag einhellig zu.

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