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Corona: 119 neue Nachweise in Mittelsachsen

Auch in der Region Döbeln steigen die Zahlen deutlich. 23 Personen sind im Krankenhaus. Roßwein sagt den Weihnachtsmarkt ab.

Im Landkreis Mittelsachsen ist die Zahl der positiv auf Corona getesteten Personen an einem Tag 119 angestiegen.
Im Landkreis Mittelsachsen ist die Zahl der positiv auf Corona getesteten Personen an einem Tag 119 angestiegen. © dpa

Mittelsachsen. Die Zahl der positiv auf Corona getesteten Personen hat im Landkreis Mittelsachsen stark zugenommen. Am Freitag stiegen sie um 119 Fälle, davon 19 in der Region Döbeln. Den größten Anstieg gibt es mit 69 Fällen in der Region Freiberg, 31 sind es in der Region Mittweida. 23 Personen sind wegen schwerer Erkrankungen im Krankenhaus und zwei müssen künstlich beatmet werden. Insgesamt wurden seit März 1085 Personen positiv getestet. 

Zuletzt waren auch vier Pflegeeinrichtungen von Corona betroffen.  "Wir stehen mit den Pflegeeinrichtungen mit positiven Befunden in engem Kontakt. Dabei geht es um die erforderlichen Maßnahmen, sprich, welche Vorkehrungen müssen getroffen werden", so  André Kaiser, Sprecher des Landratsamtes Mittelsachsen.  Ein entscheidender Punkt seien die örtlichen Gegebenheiten, ob die betroffenen Bewohner in  Zimmern mit Mehrfachbelegung, in Einzelzimmern mit eigener Nasszelle oder in Einzelzimmer mit gemeinsamer Nasszelle sind. In Einzelzimmern seien sie praktisch schon isoliert. 

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Besuchs und Aufnahmeverbot

Betroffen seien überwiegend Bewohner, aber auch mehrere Beschäftigte. Meist sei eine stationäre Behandlung derzeit nicht notwendig. Wie  das  Virus in die Einrichtungen gelangt ist, sei  nicht immer ermittelbar. Das könne durch eine Aufnahme in die Einrichtung, aber auch durch Personal passieren. "Die Pflegeeinrichtungen sind sehr sensibilisiert und haben zahlreiche eigene Vorkehrungen  getroffen. Anhand der Zahlen in einzelnen Einrichtungen sieht man deutlich, wie schnell sich das Virus ausbreiten kann. In der Regel wird bei einem Ausbruch ein Besuchs- und Aufnahmeverbot  verhängt", so Kaiser.

Auch in mehreren Kitas waren Fälle nachgewiesen worden. So ist die Kita Kleeblatt in Döbeln für eine Woche geschlossen, nachdem bei zwei Personen das Virus nachgewiesen wurde. Am Montag sollen die Tests bei den Personen erfolgen, die mit den Infizierten in Kontakt waren.  Diese recht spät anmutende Zeitpunkt beruhe auf Erfahrungswerten, sagte Kaiser. "Das Virus hat eine bestimmte Inkubationszeit." Das DRK Döbeln-Hainichen werde bei den Tests unterstützen. Die Betroffenen seien derzeit  in häuslicher Quarantäne und dürften diese auch noch nicht gleich nach einem negativen Test verlassen.

Roßwein sagt Weihnachtsmarkt ab

Wegen der neuen schärferen Bestimmungen hatte die Stadt Roßwein am Freitag  ihren Weihnachtsmarkt abgesagt. Im November seien alle kulturellen Veranstaltungen untersagt, dadurch sei die Absage unausweichlich gewesen, heißt es. Schon die Auflagen des Landratsamtes allein hätten die Wirtschaftlichkeit für die Marktbetreiber infrage gestellt, wenn nur 250 Personen gleichzeitig den Markt besuchen dürften.  

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