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Corona: In Mittelsachsen drohen weitere Einschränkungen

Die Zahl der Infektionen im Landkreis ist weiterhin hoch – höher als im sachsenweiten Durchschnitt. Das soll Konsequenzen haben.

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen liegt in Mittelsachsen höher als im Sachsendurchschnitt. Daher kündigt der Landkreis weitergehende Einschränkungen an.
Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen liegt in Mittelsachsen höher als im Sachsendurchschnitt. Daher kündigt der Landkreis weitergehende Einschränkungen an. © Corona: In Mittelsachsen drohen weitere Einschränk

Mittelsachsen. Das sächsische Kabinett hat am Freitag eine Corona-Schutzverordnung beschlossen. Die hat auch noch einmal weiterreichende Auswirkungen auf den Landkreis Mittelsachsen.

Die neue Verordnung sieht unter anderem vor, dass die Landkreise bei hohen Fallzahlen weitere und strengere Regelungen erlassen müssen. Als Richtwert gilt die Grenze von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. „In Mittelsachsen liegt der Wert laut dem Sächsischem Sozialministerium bei 276,6 und damit über dem sächsischen Schnitt von 244“, teilte das Landratsamt in der Nacht zu Samstag mit.

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Was das für die Bewohner Mittelsachsens heißt, dazu machte die Behörde noch keine genauen Angaben. „Über eine Allgemeinverfügung des Landkreises wird in den kommenden Tagen informiert“, hieß es in der Mitteilung lediglich

Im Raum Döbeln 22 neue Fälle übers Wochenende

.Am Freitag hatte es im Landkreis 166 neue Fälle gegeben, übers Wochenende wurden laut einer Statistik der Behörde vom Sonntag 143 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Damit ist Mittelsachsen bei 4.010 Personen angekommen, bei denen die Erkrankung seit dem Frühjahr nachgewiesen worden ist.

Die meisten waren und sind in der Region Freiberg (2.021 Fälle insgesamt/+ 72 seit Freitag) zuhause. Im Altkreis Mittweida sind es 1.435 Betroffene (+ 49). Die wenigsten Infizierten gibt es mit 554 bestätigten Fällen – das sind 22 mehr als am Freitag – in der Region Döbeln.

Der Landkreis kann jetzt 130.000 Schnelltests, wie sie in Heimen wie in Schönerstädt und Roßwein bereits zum Einsatz kommen, an Pflegeheime und Pflegedienste in Mittelsachsen ausreichen.
Der Landkreis kann jetzt 130.000 Schnelltests, wie sie in Heimen wie in Schönerstädt und Roßwein bereits zum Einsatz kommen, an Pflegeheime und Pflegedienste in Mittelsachsen ausreichen. © Dietmar Thomas

Das Landratsamt hat mittlerweile 101 Testkonzepte von Pflegeeinrichtungen wie den Heimen in Schönerstädt und Roßwein sowie von Pflegediensten bestätigt. Diese sind die Grundlage, um sogenannte Schnelltests (PoC-Antigen-Tests ) zu bestellen. Seit Ende Oktober prüft die Behörde die Konzepte.

„Sofern Bedarf besteht, können Unternehmen aus dem Pflegebereich auf Nachfrage ein Muster-Testkonzept über [email protected] abfordern“, bietet André Kaiser, Sprecher des Landratsamtes Mittelsachsen, an.

Die Zahl der monatlichen Tests ist begrenzt. Sie richtet sich unter anderem nach der Art der Pflegeeinrichtung und wie viele Klienten betreut werden. Insgesamt stehen erst einmal 130.000 dieser Schnelltests zur Verfügung und können bestellt werden.

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