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Corona legt Pläne für Sporthalle auf Eis

Eigentlich sollte es mit der Modernisierung der Sporthalle in Ebersbach weitergehen. Aber es gibt gerade Wichtigeres.

Von außen sieht man es der Sporthalle in Ebersbach nicht an, dass die HSG Neudorf-Döbeln schon ziemlich viel Geld und Mühe in die Sanierung gesteckt hat. Denn die Fassade ist als Letztes dran.
Von außen sieht man es der Sporthalle in Ebersbach nicht an, dass die HSG Neudorf-Döbeln schon ziemlich viel Geld und Mühe in die Sanierung gesteckt hat. Denn die Fassade ist als Letztes dran. © Jens Hoyer

Döbeln. Thomas Händler vom Vorstand der HSG Neudorf-Döbeln hatte die Pläne zur weiteren Modernisierung der Sporthalle Ebersbach im vorigen Jahr dem Ortschaftsrat Ebersbach bereits vorgestellt. Aber im Moment ist die Luft raus. „Das ist noch nicht weitergegangen“, sagte Thomas Händler. „Wir haben andere Probleme. Wir müssen erst einmal sehen, wie es mit dem Verein weitergeht.“

Die Corona-Pandemie sorgt derzeit nicht nur für Stillstand. „Wir müssen sehen, wie wir alle bei der Stange halten“, sagte Händler. Im Jugendbereich fehlt das tägliche Training, das gebraucht wird, um die jungen Leute zu animieren. Selbst bei Trainern, Betreuern und Schiedsrichtern befürchtet Händler, dass es den einen oder anderen gibt, der nach der Pandemie nicht mehr zur Verfügung steht.

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Kosten zurückgefahren

„Wir hangeln uns von Monat zu Monat“, sagte Händler. Alle Kostenfaktoren seien so weit wie möglich zurückgefahren worden. In der Sporthalle Ebersbach fallen zumindest schon mal keine Stromkosten an. Die Halle wird auch nur auf Sparflamme beheizt. Es sei noch nicht absehbar, inwieweit Sponsoren nach der Pandemie noch in der Lage sind, den Verein zu unterstützen, sagte Händler.

Der Verein hat die Sporthalle in Erbpacht von der Stadt. Seit 2013 war er mit Modernisierung und Sanierung auch schon ein ganzes Stück vorangekommen. Das Dach wurde erneuert, eine moderne Heizung eingebaut, auf dem Dach eine Solaranlage montiert. Das spart Geld. Die Situation war vorher eine ganz andere. Jahrelang konnte die Halle wegen der hohen Kosten nicht genutzt werden. In der damals noch bestehenden Gemeinde Ebersbach gab es sogar die Idee, sie als Lagerhalle für Streusalz zu nutzen.

Davon ist die HSG Neudorf-Döbeln mittlerweile weit entfernt. In coronafreien Zeiten trainieren in der Halle Sport- und Freizeitgruppen. Sie wird auch von der Kita Zwergenstübchen genutzt. Ganz wichtig ist die Halle aber für die Gruppen der jüngsten Sportler von drei bis sieben Jahren. „Die Bambinis nutzen die Halle an fünf Tagen in der Woche mit ein bis zwei Gruppen“, sagte Händler. In den anderen Sporthallen der Stadt würde es für diese Kindergruppen kaum Trainingszeiten geben.

Hallendecke und Fassade sind noch dran

Neben Dach und Heizung sind auch schon die Fenster der Halle erneuert. Außerdem waren die sanitären Einrichtungen hergerichtet und behindertengerecht umgebaut worden. Was jetzt noch fehlt, sind zwei weitere Bauabschnitte. Zum einen ist die Hallendecke samt Beleuchtung zu erneuern, sagte Händler. Im letzten und größeren Schritt wäre die Fassade der Sporthalle an der Reihe. Dafür gibt es Förderung von Land und Landkreis. Auch die Stadt habe ihre Unterstützung zugesagt. Außerdem müsste der Verein einen Eigenanteil von zehn Prozent aufbringen. Ein gewisser Prozentsatz lasse sich auch über Eigenleistung absichern, sagte Händler. „Es gibt ein Bekenntnis von der Stadt, dass sie uns weiter unterstützt. Aber wir haben uns bisher noch nicht um Fördermittel gekümmert.“

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