merken
PLUS Döbeln

Demo mitten in Döbelner Wohngebiet

In Döbeln Ost werden Anwohner am Samstagnachmittag von Rednern der AfD beschallt.

An der Lommatzscher Straße in Döbeln haben AfD-Politiker am Sonnabend ihre Sicht auf die aktuelle Politik und die Corona-Regelungen vorgetragen.
An der Lommatzscher Straße in Döbeln haben AfD-Politiker am Sonnabend ihre Sicht auf die aktuelle Politik und die Corona-Regelungen vorgetragen. © Dietmar Thomas

Döbeln. Auf ihrer Demo-Tour „Grundrechte und Freiheit verteidigen“ sind Politiker der AfD am Sonnabendnachmittag in Döbeln gewesen. Bei sonnigem Herbstwetter stehen Rednerpult und Mikrofon in der Wendeschleife an der Lommatzscher Straße 21 – mitten im Wohngebiet Döbeln Ost. 

Einige Anwohner haben wahrscheinlich auch wegen der verlockenden Sonne die Fenster geöffnet. Manche wollten sich womöglich auch anhören, was die AfD-Vertreter draußen zu sagen hatten. Genau diese Zuhörer an den Fenstern hatten sich die Organisatoren ausgerechnet, sagte Rolf Weigand, sächsischer Landtagsabgeordneter. Insgesamt habe die Wahl des Veranstaltungsortes aber bei den Organisatoren vor Ort gelegen. 

Bauen und Wohnen
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?

Hier finden Sie alles, was Sie fürs Sanieren, Renovieren oder Bauen Ihrer eigenen vier Wände brauchen.

Seit Anfang November sind Weigand, seine Landtagskollegen Romy Penz und Lars Kuppi sowie Bundestagskandidatin Carolin Bachmann in Mittelsachsen unterwegs. In Mittweida oder Flöha stehen sie zentral auf Märkten, in Freiberg auf dem Schlossplatz. Zwischen 30 und 200 Zuhörern hat Weigand dort gezählt. 

Sind Repressalien zu befürchten?

In Döbeln sind es anfangs nicht mehr als 25. Vier oder fünf Gegendemonstranten, denen sich die Polizei entgegenstellt, sind nach zwei, drei lauten Rufen wieder verschwunden. Abends, im Schutz der Dunkelheit, seien die Demos seiner Partei besser besucht. Das erklärt sich Rolf Weigand damit, dass Sympathisanten Repressalien befürchten müssten. Zumindest habe das die bisherige Erfahrung gezeigt.

 Im Gegensatz zu anderen Demonstrationen setzen die meisten Teilnehmer in Döbeln nach Aufforderung durch den Versammlungsleiter – einem Waldheimer AfD-Stadtrat – einen Nasen-Mund-Schutz auf. Nur einzelne kommen dieser Aufforderung nicht nach, obwohl auf die seit Freitag drohende Strafe von 60 Euro hingewiesen wird. Aber wenigstens bleiben diejenigen dann auf den empfohlenen Mindestabstand von anderthalb bis zwei Metern.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln