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Destille Roßwein: Endlich Plan B für Nachbargebäude

Die alte Destille in Roßwein ist schon längst abgerissen. Der Schandfleck an dieser Stelle ist allerdings geblieben.

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Nachdem klar ist, wie die beiden Giebel gesichert werden, die nach dem Abriss der alten Destille in Roßwein freistehen, soll damit umgehend begonnen werden. Die Frist zum Abrechnen von Fördergeld musste sich die Stadt Roßwein schon verlängern lassen.
Nachdem klar ist, wie die beiden Giebel gesichert werden, die nach dem Abriss der alten Destille in Roßwein freistehen, soll damit umgehend begonnen werden. Die Frist zum Abrechnen von Fördergeld musste sich die Stadt Roßwein schon verlängern lassen. © Dietmar Thomas

Roßwein. Es hat ewig gedauert, ehe Roßwein überhaupt zum Zuge kommen und den Abbruch der alten Destille an der Querstraße ausschreiben konnte. Abgebrochen war das im Inneren teils schon eingestürzte Gebäude dann schnell. Doch seit Juli tut sich wenig auf dem Gelände.

Grund für die Bauruhe war ursprünglich, dass der Abrissbagger das Nachbargebäude an der Querstraße touchiert hatte, an der Baggerschaufel ein Stück Tapete hing. Danach wurde von dem Gelände lediglich Bauschutt fortgeschafft.

So sieht die Lösung aus

Die Kommune hatten einen Statiker beauftragt, zu berechnen, wie die Giebel gesichert werden können. Das dauerte. Zunächst hatte der Experte Urlaub, dann war er krank. Letztlich konnte sein zunächst unterbreiteter Vorschlag so nicht umgesetzt werden. „Das hätte nicht funktioniert“, sagt Bauamtsleiter Dirk Mehler auf Anfrage.

Mittlerweile gibt es einen anderen Lösungsansatz: Auf die Giebel der Nachbarhäuser sollen eine Dämmung aufgebracht und die Fassaden danach abgeputzt werden. „Damit soll die Baufirma umgehend loslegen“, kündigt der Amtsleiter an.

Grund zur Eile gibt es allemal. Für die Gestaltung der Freifläche hat die Stadt Roßwein Fördergeld aus dem Programm „Umbauachse Altstadt“ bekommen. Das sollte noch im November abgerechnet werden.

Parkplatz soll entstehen

Nach den Worten von Dirk Mehler hat die Kommune bei der Förderstelle eine Verlängerung der Abrechnungsfrist beantragt. Der Amtsleiter hofft, dass die ersten Gestaltungsarbeiten schon bald in Angriff genommen werden können. Auf dem ehemaligen Destille-Grundstück sollen Parkplätze entstehen. Die Frostschutzschicht könnte noch in den Boden kommen, die Borden gesetzt werden. Mit den Pflasterarbeiten rechnet Mehler erst 2022.

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Das Parkplatzgelände soll sozusagen mit den Grundmauern des Destille-Gebäudes eingegrenzt werden. Für die Mauerabdeckung sind Biberschwänze aus der Dacheindeckung gesichert worden. Damit bleibt ein Stück des einstigen Denkmals und auch der Straßencharakter erhalten.