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Döbeln: AZV will 2022 rund fünf Millionen Euro investieren

Es ist gar nicht so leicht, das Geld auszugeben. Der Verband ist dabei von den Bauvorhaben der Kommunen abhängig.

Von Jens Hoyer
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Der Kanalbau in Keuern ist eine der großen Investitionen des AZV Döbeln-Jahnatal in diesem Jahr.
Der Kanalbau in Keuern ist eine der großen Investitionen des AZV Döbeln-Jahnatal in diesem Jahr. © Dietmar Thomas

Döbeln. Der Abwasserzweckverband Döbeln-Jahnatal wird im kommenden Jahr rund fünf Millionen Euro in seine Anlagen investieren. Das hat die Verbandsversammlung der beteiligten Kommunen am Montag mit dem Finanzplan für 2022 beschlossen.

Es ist derzeit aus verschiedenen Gründen für den Verband schwieriger, Projekte umzusetzen. Zum einen sind die Kosten für den Tiefbau derzeit sehr hoch, sagte Geschäftsführer Stephan Baillieu. Deshalb könnte es günstig sein, Projekte zu verschieben. Er rechnet mit wieder fallenden Preisen, auch wenn diese nicht mehr das alte Niveau erreichen werden.

Zum anderen sind eine Reihe von Bauvorhaben für Abwasserkanäle mit Straßenbaumaßnahmen der Kommunen verbunden. Und da hakt es bei den Fördermitteln, sodass viele dieser Projekte derzeit auf Eis liegen.

Investitionen ins Klärwerk Masten

Investiert wird auch in die Kläranlage Döbeln-Masten. Dort arbeitet die Veolia als Betriebsführer an einer Online-Messung, um wichtige Werte des Abwassers computergestützt in das Prozessleitsystem übertragen zu können. Außerdem seien im kommenden Jahr aufwendige Umbauarbeiten am Zulaufgerinne der Kläranlage geplant. Das Gerinne müsse in der Höhe angepasst werden, um einen sicheren Zulauf zu gewähren.

Während der Bauarbeiten muss das ankommende Abwasser über einen langen „Bypass“ in die Anlage eingeleitet werden.

Bauvorhaben für drei Millionen Euro umgesetzt

In diesem Jahr hatte der AZV laut Baillieu rund 3,5 Millionen Euro für Bauvorhaben eingeplant. Etwa drei Millionen davon konnten ausgegeben werden. Mit rund 850.000 Euro ist der Kanalbau in Keuern eines der großen Vorhaben. 1400 Meter Kanal werden dort in zwei Bauabschnitten bis Mitte kommenden Jahres neu verlegt.

Auch auf der Döbelner Kunzemannstraße war auf 250 Metern eine neue Abwasserleitung verlegt worden. Weitere Baumaßnahmen gab es in Höckendorf, Merschütz und Ostrau.

Das Geschäftsjahr 2020 hatte der AZV mit einem Überschuss von 286.000 Euro abgeschlossen. Der Wirtschaftsplan fürs kommende Jahr sieht einen Überschuss von rund 340.000 Euro vor. Der Wirtschaftsprüfer bezeichnet die wirtschaftlichen Verhältnisse des Verbandes als geordnet.