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Döbeln: Ermittlungen wegen Brandstiftung laufen ins Leere

An der Bahnhofstraße geht ein Schuppen in Flammen auf. Es gibt einen Verdächtigen, der sich zur Tatzeit am Tatort aufhält.

Feuerwehr, Polizei und Landeskriminalamtsind im Januar 2020 zu einem Brand an die Döbelner Bahnhofstraße ausgerückt.
Feuerwehr, Polizei und Landeskriminalamtsind im Januar 2020 zu einem Brand an die Döbelner Bahnhofstraße ausgerückt. © Erik-Holm Langhof

Döbeln. In der Nacht vom 21. Januar 2020 brannten auf dem Hof des Grundstücks Bahnhofstraße 72 in Döbeln ein Schuppenanbau sowie ein Müllhaufen in einem freizugänglichen Keller des benachbarten Mehrfamilienhauses der Bahnhofstraße 73.

„Aufgrund der räumlichen Nähe zu einer Shisha-Bar und einem Döner-Imbiss konnte eine politisch motivierte Straftat nicht ausgeschlossen werden“, sagt Andrzej Rydzik, stellvertretender Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz.

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Nach umfangreichen Ermittlungen, in die auch das Polizeiliche Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrum (PTZA) eingebunden war, hätten sich weder Hinweise auf eine politisch motivierte Straftat ergeben noch konnte ein Täter überführt werden.

Nach dem Feuer in einem Schuppen im Hof eines Hauses an der Döbelner Bahnhofstraße haben sich die Brandursachenermittler dort umgesehen.
Nach dem Feuer in einem Schuppen im Hof eines Hauses an der Döbelner Bahnhofstraße haben sich die Brandursachenermittler dort umgesehen. © haertelpress

Keine verwertbaren Spuren

Der Anfangsverdacht gegen einen jungen Mann aus dem Raum Mittelsachsen habe sich nicht bestätigt. „Zwar hielt er sich zur Tatzeit am Tatort auf. Er hat jedoch den Tatvorwurf bestritten und es liegen keine objektiven Beweismittel für seine Täterschaft vor“, so Rydzik.

Es konnten auch keine verwertbaren Spuren gesichert werden, mit denen eine vom Beschuldigten freiwillig abgegebene DNA-Probe hätte abgeglichen werden können.

Zudem gebe es keine Aufnahmen von Überwachungskameras, die den Beschuldigten mit dem Tatgeschehen in Verbindung bringen konnten. „Sollten sich neue Ermittlungsansätze ergeben, wird das Verfahren wieder aufgenommen“, erklärt der Polizeisprecher.

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