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Döbeln: Festwoche statt Heimatfest

Zum 1040-jährigen Bestehen der Stadt gibt es eine Woche lang Veranstaltungen und Konzerte. Auch Doblyns Mimen schlüpfen in die Kostüme.

Doblyns Mimen vor fünf Jahren beim Heimatfestspiel auf dem Schloßberg. In diesem Jahr ist das Heimatfest abgesagt. Döbelns Laienspielgruppe wird aber die Gäste beim Stadtbummel am 25. Juli unterhalten.
Doblyns Mimen vor fünf Jahren beim Heimatfestspiel auf dem Schloßberg. In diesem Jahr ist das Heimatfest abgesagt. Döbelns Laienspielgruppe wird aber die Gäste beim Stadtbummel am 25. Juli unterhalten. © Fotograf: Christian Juppe, Bautz

Döbeln. In der kommenden Woche wäre eigentlich das Döbelner Heimatfest gefeiert worden. Es wurde wegen Corona abgesagt. Jetzt ist klar: Es wird einen Ersatz geben. Wenn auch nicht so hochrangig.

Statt drei Tage Heimatfest gibt es eine ganze Festwoche zum 1040-jährigen Bestehen der Stadt mit einer Vielzahl an Veranstaltungen.

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Ungewissheit beendet

Lange war nicht klar, ob das Programm wie geplant ungesetzt werden kann. „Erst jetzt werden die Planungen mit den Lockerungen konkret, auch wenn noch nicht klar ist, welche Einschränkungen gelten“, sagte Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU).

Kulturamtsleiterin Angela Petzold ist optimistisch. „Ich sehe nichts, was nach derzeitigem Stand nicht stattfinden könnte“, sagte sie. „Garantien gibt es aber nicht. Die Besucher sollten sich auf der Homepage der Stadt oder bei Facebook immer informieren, ob die Veranstaltung nicht doch abgesagt wurde.“

Festwoche ab 16. Juli

Start der Festwoche ist am 16. Juli. Sie wird vom Posaunenchor der evangelischen Kirchgemeinde vom Turm der Nicolaikirche „eingeblasen“. Gleichzeitig wird im Stadtmuseum die Ausstellung mit Malereien und Zeichnungen von Hildegard Stilijanov, der Ehefrau des aus Döbeln stammenden Malers Bernhard Kretschmar, eröffnet.

Die Mischung der Festwoche soll vielen Geschmäckern etwas bieten. Es gibt Kunst und Kultur, Konzerte und Straßenmusik, etwas für Familien und für Geschichtsinteressierte.

Familienfest der Stadtwerke

Die Stadtwerke werden am ersten Sonnabend ihr Familienfest ausrichten, das im vergangenen Jahr ausfallen musste. Dafür wird auf dem Betriebsgelände an der Rosa-Luxemburg-Straße der Hindernisparcours „Gladiator Run 2.0“ aufgebaut.

Beim „Rendezvous mit einer 1040-Jährigen“ werden die Döbelner Heimatfreunde Helmut Bunde, Jürgen Dettmer und Karlheinz Enzmann Geschichtsinteressierte durch die Stadt führen. Sie gehen mit ihnen auf die Spuren der Benediktinerinnen, zu den Wurzeln der Stadt rund um die ehemalige Burg und entlang der ehemaligen Stadtmauer.

An einem anderen Tag wird auch das Döbelner Mosaik, ein Buch mit Beiträgen zur Geschichte, vorgestellt, das alle fünf Jahre erscheint.

Höhepunkt: Stadtbummel mit Musik

Höhepunkt und Abschluss ist der musikalisch-historische Stadtbummel an 25. Juli. Dann werden Doblyns Mimen, für die es in diesem Jahr kein Heimatfestspiel gibt, an acht Orten als historische Persönlichkeiten unterhalten.

Dazu gibt es Musik: von einer Mittelaltergruppe, den Bläsern der Musikschule, einer Trommlergruppe. Ein Dudelsackpfeifer und ein Drehorgelspieler werden unterwegs sein. An diesem Sonntag sind auch die Döbelner Geschäfte geöffnet.

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In der ganzen Festwoche werden übergroße historische Postkarten in der „Stadtgalerie“ in den Schaufenstern der Innenstadt gezeigt. In Vorbereitung ist auch ein Rummel. Diesmal auf dem Steigerhausplatz, wo es mehr Platz gibt als am Edeka-Markt, um mögliche Vorsichtsmaßnahmen umzusetzen, sagte Angela Petzold.

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