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Döbeln: Friedensgebet für die Menschen in der Ukraine

Die evangelische Kirchgemeinde hat die Tradition der Wendezeit wieder aufleben lassen.

Von Jens Hoyer
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Etwa 40 bis 50 Menschen sind am Montag zum Friedensgebet in die Döbelner Nicolaikirche gekommen.
Etwa 40 bis 50 Menschen sind am Montag zum Friedensgebet in die Döbelner Nicolaikirche gekommen. © Dietmar Thomas

Döbeln. Als eine Reaktion auf den Krieg Russlands gegen die Ukraine waren Menschen in die Döbelner Nicolaikirche zum Friedensgebet eingeladen. „Wir sind zusammengekommen, weil wir bestürzt sind über die Ereignisse, die sich im Osten Europas zutragen. Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg hat ein europäisches Land ein anderes überfallen. Die Friedensordnung soll ersetzt werden durch das Recht des Stärkeren“, sagte Pfarrer Markus Preiser.

Alle Menschen guten Willens, Christen und Nichtchristen, Menschen anderen Glaubens und anderer Konfessionen seien zum Friedensgebet eingeladen. „Friedensgebete haben in Deutschland Tradition, sie sind aber ein wenig in Vergessenheit geraten“, sagte Preiser.

Er erinnerte an die Friedliche Revolution, die von den Friedensgebeten in der Leipziger Nicolaikirche ausgegangen waren. „1989 haben die Menschen gemerkt, welche Kraft das Gebet entwickeln kann.“ Heute sei die Bitte, dass die Menschen auf die Kraft des Dialogs und nicht auf die Kraft der Waffen setzen.

Das Friedensgebet soll wieder regelmäßig abgehalten werden. Preiser hat für nächsten Montag um 17 Uhr eingeladen.