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Döbeln

Döbeln hat die höchste Arbeitslosenquote

Alle anderen Regionen des Landkreises profitieren von der Frühjahrsbelebung. Flöha hat die wenigsten Arbeitssuchenden.

Laut der Arbeitsagentur hat Döbeln im Landkreis Mittelsachsen die höchste Arbeitslosenquote.
Laut der Arbeitsagentur hat Döbeln im Landkreis Mittelsachsen die höchste Arbeitslosenquote. © dpa

Mittelsachsen. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist in Mittelsachsen von Februar auf März um 206 auf 8.535 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind das jedoch 798 oder 10,3 Prozent mehr Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat von 5,5 auf 5,4 Prozent gesunken. Vor einem Jahr war sie noch geringer und lag bei 4,8 Prozent.

„Alle Regionen des Landkreises, bis auf Döbeln, profitierten im März von der anfänglichen Frühjahrsbelebung. Besonders stark Rochlitz“, teilt Antje Schubert, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit Freiberg, mit. Dort reduzierte sich der Anteil der Arbeitslosen um 67 beziehungsweise fünf Prozent im Vergleich zum Vormonat.

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Niedrige Zahlen in Rochlitz

In Döbeln stieg die Zahl der Arbeitslosen um 23 Personen oder ein Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die niedrigste Arbeitslosenquote verzeichnen Flöha und Rochlitz mit 4,5 Prozent. Mit 7,2 Prozent liegt die Arbeitslosenquote in Döbeln am höchsten.

Mit 19,8 Prozent gab es im März die meisten Arbeitslosen in den Bereichen Geisteswissenschaften, Kultur und Gestaltung, gefolgt von Land-, Forst-, Tierwirtschaft und Gartenbau (16 Prozent).

Die wenigsten Arbeitslosen wurden in den Bereichen Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (3,2 Prozent) sowie Naturwissenschaft, Geografie und Informatik (4,1 Prozent) gemeldet.

Weniger freie Stellen gemeldet

In mittelsächsischen Firmen gab es im vergangenen Monat 1.400 freie Stellen. 514 davon allein in der Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung. Wer allerdings einen Job in den Geisteswissenschaften, der Kultur oder Gestaltung sucht, hat nur vier Stellen zur Auswahl. Am meisten waren Personen im Alter zwischen 25 bis 50 Jahre (47,6 Prozent) betroffen. Der Anteil der Männer ist mit 57,8 Prozent höher als der der Frauen (42,2 Prozent).

„Positiv ist, dass die Unternehmen auch während der Corona-Pandemie an ihren Fachkräften festhalten. So wirkt die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld weiter entspannend auf den regionalen Arbeitsmarkt. Jedoch stellen wir fest, dass weniger freie Stellen gemeldet werden,“ konstatiert Susan Heine, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiberg.

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