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Döbeln kauft Grundstück auf Vorrat

Mit Eröffnung der neuen Muldenbrücke wird es auch mehr Verkehr in Sörmitz geben. Bei der Stadtverwaltung denkt man schon weiter.

Am Beginn der Karl-Liebknecht Straße geht es gefährlich eng zu. Den Fußgängern steht hier nur ein markierter Streifen zur Verfügung. Die Stadt hat deshalb das Grundstück Am Mühlgraben 1 gekauft (im Hintergrund), um Platz zu bekommen.
Am Beginn der Karl-Liebknecht Straße geht es gefährlich eng zu. Den Fußgängern steht hier nur ein markierter Streifen zur Verfügung. Die Stadt hat deshalb das Grundstück Am Mühlgraben 1 gekauft (im Hintergrund), um Platz zu bekommen. © Jens Hoyer

Döbeln. Die Muldenbrücke an der Schillerstraße ist die letzte große Baustelle, die in Döbeln übrig geblieben ist. Ende des Jahres soll sie weitgehend fertiggestellt sein. Dann wird sich auch der Verkehr auf der Sörmitzer Straße und durch Sörmitz erhöhen.

Die Verkehrsverhältnisse sind dort nicht einfach. Am Beginn der Karl-Liebknecht-Straße wird es sehr eng. Dort treffen Autoverkehr, Radfahrer und Fußgänger aufeinander. Den Fußgängern, die aus Döbeln Ost in Richtung Schiffsbrücke oder Krankenhaus wollen, steht nur ein markierter Streifen zur Verfügung. Für einen richtigen Fußweg fehlt schlicht der Platz.

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Grundstück ist günstig

Angesichts der Situation will die Stadt das Grundstück Am Mühlgraben 1 kaufen, das direkt an der Engstelle liegt. Es ist winzig, nur 230 Quadratmeter groß. Das Haus ist nicht mehr bewohnt. Der Hauptausschuss hat dem Kauf zugestimmt. Viel muss die Kommune nicht zahlen. Für 7.800 Euro soll es den Besitzer wechseln. Die Stadt plant, das Haus abzureißen und die Fläche für die Entschärfung der Verkehrssituation zu nutzen. 

Konkrete Pläne gibt es dafür noch nicht, sagte Baudezernent Thomas Hans. Nur ein paar Gedanken. „Es ist sinnvoll, ein Grundstück an so einer Stelle zu erwerben, wenn es möglich ist. Nur wenn wir das Grundstück haben, können wir etwas gestalten“, so Hanns. „Das heißt nicht, dass dort die Straße verbreitert wird und das es sofort losgeht. Vielleicht wird aus dem Grundstück eine grüne Insel mit einer Treppe für die Fußgänger.“

Eröffnung Ende des Jahres

Ende des Jahres soll die Brücke an der Schillerstraße planmäßig eröffnet werden. Derzeit ist die Firma Bau Logistik dabei, die sogenannten Kappen der Brücke zu betonieren. Auch mit dem Aufschütten des Erddamms an der Schillerstraße soll begonnen werden.

Auf der anderen Seite, an der Sörmitzer Straße, ist eine Stützmauer fertiggestellt. Sie erlaubt, die Sörmitzer Straße auf das Brückenniveau anzuheben.

Schillerstraße verspätet sich

Auch an der Schillerstraße selbst wird zwischen Gabelsberger Straße und Straße des Friedens derzeit gearbeitet. Eigentlich sollte der 150 Meter lange Abschnitt schon im August fertiggestellt werden. Aber der Baufortschritt hatte sich verzögert. Leitungen der Telekom mussten umverlegt werden, weil sie genau dort lagen, wo die Bordsteine der Straße liegen sollen, sagte Stadtsprecher Thomas Mettcher. „Außerdem war der Baugrund schlecht und musste mit Mineralgemisch aufgefüllt werden.“ Ende September soll die Straße asphaltiert werden.

Der Ausbau ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt mit dem Abwasserzweckverband Döbeln-Jahnatal und der Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft. Es wurden 350 Meter Abwasserkanal und rund 300 Meter Trinkwasserleitung neu verlegt.

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