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Döbeln

Döbeln kauft Grundstücke für Bauvorhaben

Für einige der Grundstücke gibt es schon konkrete Pläne. Andere werden aus strategischen Gründen erworben.

In Großsteinbach hat die Stadt zwei Feldstreifen erworben, die sie für die Erweiterung des Gewerbegebietes Am Fuchsloch benötigt.
In Großsteinbach hat die Stadt zwei Feldstreifen erworben, die sie für die Erweiterung des Gewerbegebietes Am Fuchsloch benötigt. © Dietmar Thomas

Döbeln. Die Stadt Döbeln hat in den vergangenen Jahren meist nur Land verkauft. Mittlerweile geht es öfter anders herum. Der Stadtrat hatte bei seiner vergangenen Sitzung einem größeren Landkauf zugestimmt. Die Stadt hat Interesse an mehreren landwirtschaftlichen Flächen, die der Freistaat Sachsen zum Verkauf anbot. Die Kommune gibt dafür 309.000 Euro aus. Die Nebenkosten für den Kauf betragen noch einmal 12.000 Euro.

Interessant sind die Flächen für die Stadt aus zwei Gründen, wie Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU) sagte. Zum einen lassen sich auf ihnen Projekte umsetzen. Zum anderen können sie Landwirten zum Tausch angeboten werden, wenn die Stadt Flächen benötigt.

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Ein gutes Beispiel ist Karls Erlebnis-Dorf. Dort hatte die Stadt einen Streifen Land an der B 169, der für die Ansiedlung benötigt wurde, im Tausch von einem Landwirt erworben.

Erweiterung des Gewerbegebiets

Zwei Streifen Land von etwa 6.000 Quadratmeter Größe befinden sich in Großsteinbach, und zwar auf der Fläche, auf der die Stadt das Gewerbegebiet Am Fuchsloch erweitert will.

Sie betreibt dafür gerade ein Bebauungsplanverfahren, bei der ein rund neun Hektar großes eingeschränktes Gewerbegebiet ausgewiesen werden soll. Ein vor mehr als 20 Jahren an gleicher Stelle geplantes Mischgebiet war nie erschlossen worden.

Grundstücke in Ziegra für Wohnungsbau

Zwei weitere Grundstücke liegen in Ziegra. Das sind eine Grünfläche am Rittergut und eine landwirtschaftliche Fläche. „Es ist sinnvoll, das zu erwerben. Man kann darauf Eigenheime errichten oder sie als Ausgleichsflächen nutzen“, sagte Liebhauser. Ausgleichflächen werden für ökologische Ausgleichmaßnahmen, etwa das Pflanzen von Bäumen bei Bauvorhaben, benötigt.

Zwei weitere Grundstücke liegen auf Oberranschützer Flur. Diese böten sich für künftigen Grundstückstausch an, so Liebhauser.

Vorausschauende Grundstückskäufe

Auch in der jüngeren Vergangenheit hatte die Stadt schon Grundstücke aus strategischen Gründen erworben. So genehmigte der Stadtrat dem Oberbürgermeister im Frühjahr dieses Jahres, bei der Zwangsversteigerung von größeren Flächen der ehemaligen Ziegelei an Oschatzer Straße/Ziegelstraße mitzubieten. Sie bekam schließlich den Zuschlag.

Konkrete Pläne hat die Stadt noch nicht, aber die Flächen in Zentrumsnähe könnten für den Wohnungsbau interessant werden.

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