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Döbeln

Döbeln: Katja Kipping bei Kinderschutzbund

Nach der Schließung der Einrichtung können Kinder wieder ins Spielhaus des Kinderschutzbundes. Die Linken-Politikerin hat sich einen Eindruck davon verschafft.

Ralf Fillies (l.) Vorsitzender der Kinderschutzbundes Döbeln, empfing Katja Kipping (rechts), Bundesvorsitzende der Partei Die Linke, und die Landtagsabgeordnete Marika Tändler-Walenta.
Ralf Fillies (l.) Vorsitzender der Kinderschutzbundes Döbeln, empfing Katja Kipping (rechts), Bundesvorsitzende der Partei Die Linke, und die Landtagsabgeordnete Marika Tändler-Walenta. © Dietmar Thomas

Döbeln. Lange mussten die Kinder auf ihre geliebte Spielmöglichkeit verzichten. In der ersten Augustwoche hat das Spielhaus des Deutschen Kinderschutzbundes Döbeln an der Sankt-Georgen-Straße wieder aufgemacht. „Nachdem wir viel mit dem Gesundheitsamt telefoniert hatten“, sagte Ralf Fillies, Vorsitzender des Vereins. 

Er hält das für wichtig, dass die Kinder von Handy und Fernseher wegkommen. Und aus den manchmal problematischen Elternhäusern. „Es hat sich auch gezeigt, dass die Gewalt gegen Kinder in der Corona-Zeit zugenommen hat“, sagte Fillies.

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Im grünen Herzen des waldreichen Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland sprudelt ein ganz besonderer Schatz: Oppacher Mineralwasser, das überall dort zu Hause ist, wo Menschen ihre Heimat genießen.

Im Spielhaus herrschen klare Regeln, wie sich die Kinder zu verhalten haben. So selbstverständlich es ist, die Schuhe auszuziehen, so selbstverständlich sei es, das Handy abzugeben.

Keine finanziellen Probleme bei Kinderschutzbund

Fillies hatte im Spielhaus Besuch empfangen. Katja Kipping, die Vorsitzende der Partei Die Linke, und die Landtagsabgeordneten Marika Tändler-Walenta (Die Linke) wollten sich über die Auswirkungen von Corona in den sozialen Einrichtungen informieren. 

Viele seien in Schwierigkeiten geraten. „Besonders die Landschulheime haben Schwierigkeiten, ihre Eigenanteile aufzubringen“, sagte Kipping.

Finanziell gibt es beim Kinderschutzbund derzeit keine Probleme, sagte Fillies. Dank der Zuschüsse des Landkreises, der Stadt Döbeln, von Spenden und Zuweisungen vom Amtsgericht. Viel Glück hat der Verein auch mit dem Vermieter, der die Arbeit unterstützt. 

Sozialarbeiter auf der Wunschliste ganz oben

Die Arbeit im Spielhaus wird von den Mitgliedern des Vereins vor allem ehrenamtlich erledigt. „Es ist schwierig, vom Arbeitsamt Leute zu bekommen. Bei 50 Prozent Lohnkosten brauche ich darüber gar nicht nachdenken“, so Fillies.

Ganz oben auf der Wunschliste steht beim Kinderschutzbund ein Sozialarbeiter, der sich um die Probleme der Familien kümmert. Für den es im Landkreis aber keine Stelle gibt. „Wir können nur Hinweise geben, wo die Familien Unterstützung bekommen. Der schlimmste Anruf, den ich mal hatte, kam von einem Vater, der sagte: Ich brauche Hilfe, sonst erschlage ich mein Kind“, sagte Fillies.

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