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E-Mobilität geht nicht ohne ausreichend E

SZ-Volontär Erik-Holm Langhof über mangelnde Infrastruktur in Sachsen und die Pläne für eine Zukunft mit Elektromobilität.

Die Firma Gemeinhardt in Roßwein will ihren kompletten Fuhrpark in die Elektromobilität bringen. Doch es hakt. Ein Kommentar von Erik-Holm Langhof
Die Firma Gemeinhardt in Roßwein will ihren kompletten Fuhrpark in die Elektromobilität bringen. Doch es hakt. Ein Kommentar von Erik-Holm Langhof © Lars Halbauer

Erhöhte Kfz-Steuer, neue CO2-Steuer und weiterhin hohe Förderungen für die Anschaffung eines neuen Elektro-Autos. Deutschland will ein Zeichen im Klimawandel setzen, Diesel- und Benzinautos endlich durch Elektro- oder Wasserstofffahrzeuge ersetzen. Doch was bringt uns die ganze Förderung und die „Bestrafung“ der alten Verbraucher, wenn es keine ausreichende Infrastruktur für die neue Autogeneration gibt?

In Roßwein will man einen neuen Weg gehen, einen grüneren. Zwei Ladesäulen wurden bereits errichtet, zwei Elektroauto stehen auch auf dem Hof, mehrere sollen folgen. Doch der Netzbetreiber verweigert sich, die Stromleistung zu erhöhen, und die Firma muss ersatzweise auf ein Diesel-Aggregat zurückgreifen. Realer Irrsinn! Doch die Firma gibt nicht auf und geht an die Öffentlichkeit, um auf den Missstand der fehlenden Infrastruktur aufmerksam zu machen.

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Ab 2030 und 2035 wollen einige europäische Länder bereits komplett Verbrenner auf ihren Straßen verbieten. Deutschland peilt derzeit 2050 an. Doch auch das wird nur möglich sein, wenn viele Autofahrer auf ein E-Auto umsteigen und wenn sich die Bundesländer endlich einmal um die nötige Infrastruktur in allen Regionen kümmern. Nicht nur die langwierige Dauer beim Internetausbau nervt viele Menschen und Unternehmen, sondern nun auch die Stromleitung.

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