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Döbeln: Mit 2G-plus ins Museum, Schwimmbad und Theater

Kultur- und Freizeiteinrichtungen können wieder öffnen. Die Bedingungen dafür sind unterschiedlich. Wie sind sie in der Region Döbeln umsetzbar?

Von Cathrin Reichelt
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Das Döbelner Kino ist die erste Freizeiteinrichtung in der Region, die am Freitag wieder öffnet.
Das Döbelner Kino ist die erste Freizeiteinrichtung in der Region, die am Freitag wieder öffnet. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Ab Freitag werden die Corona-Regeln gelockert. Kultur- und Freizeiteinrichtungen können wieder öffnen, wenn dort die 2G-plus-Regel eingehalten wird. Außerdem ist die Besucherzahl entweder auf die Hälfte der Kapazität oder maximal 500 Personen gleichzeitig begrenzt oder aber auf 25 Prozent Auslastung und maximal 1.000 Besucher. Auch Bäder und Saunen können unter 2G-plus und mit Kontakterfassung wieder Gäste empfangen. Das ist in der Region Döbeln möglich:

Lego-Sonderausstellung im Döbelner Museum

Das Stadtmuseum und die Kleine Galerie Döbeln erwarten ab 18. Januar wieder Besucher. „Zu den regulären Öffnungszeiten haben die Gäste die Möglichkeit, in die Stadtgeschichte einzutauchen, einen Blick vom Turm über die Dächer der Stadt zu werfen und vor allem die Sonderschau ,Riesenrad und Pferdebahn – Lego und die Welt der bunten Steine‘ zu besuchen“, sagt Stadtsprecher Thomas Mettcher.

Diese Sonderausstellung, die von der „Waldheimer Steinchenbande“ gestaltet wurde, war eigentlich als Weihnachtsausstellung 2021 geplant und musste coronabedingt verschoben werden. Nun ist sie bis zum 15. Mai zu sehen.

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Für den Museumsbesuch wird um eine Anmeldung gebeten, da das Rathaus für den Besucherverkehr noch geschlossen ist und nur eine begrenzte Anzahl von Gästen gleichzeitig das Museum betreten kann.

Die Anmeldung kann per Mail über [email protected], telefonisch unter 03431 579138 erfolgen oder online über das Anmeldeportal auf der Homepage der Stadtverwaltung www.doebeln.de.

Die Waldheimer Steinchenbande zeigt ihre großen und kleinen Kunstwerke im Döbelner Stadtmuseum.
Die Waldheimer Steinchenbande zeigt ihre großen und kleinen Kunstwerke im Döbelner Stadtmuseum. © privat

Waldheimer Stadt- und Museumshaus öffnet im Februar

Das Stadt- und Museumshaus in Waldheim soll ab dem 4. Februar wieder öffnen, jedoch mit eingeschränkten Öffnungszeiten. Ein Besuch ist dann jeweils von freitags bis sonntags in der Zeit von 9 bis 16 Uhr möglich. Eine vorherige Anmeldung muss nicht erfolgen.

„Sollte es möglich sein, auch kleine Veranstaltungen durchzuführen, so werden die Vorgaben der jeweils geltenden Coronaverordnung eingehalten“, erklärt Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). Das Archiv ist zu den regulären Öffnungszeiten zu erreichen.

Während der Schließzeit hat ein Teil der Mitarbeiter des Stadt- und Museumshauses intensiv an der Vorbereitung neuer Veranstaltungen und Ausstellungen gearbeitet und den Jahresveranstaltungskalender erstellt, der nächste Woche auf der Waldheimer Internetseite veröffentlicht wird. Teilweise musste für Mitarbeiter des Stadt- und Museumshauses während der Schließzeit jedoch auch Kurzarbeit beantragt werden.

Kleinere Museen noch in der Winterpause

Die von Vereinen unterhaltenen Museen befinden sich noch in der Winterpause. Birgit Müller vom Heimatverein Schrebitz avisiert die Öffnung des Schul- und Heimatmuseums Schrebitz für März. Bis dahin werde eine Sonderausstellung zur Glaskunst gestern und heute vorbereitet.

Voraussichtlich im April können sich Interessierte wieder im Museum Alte Schmiede Littdorf umsehen. Es sei denn, die für den 26./27. Februar geplanten Roßweiner Vereinstage finden statt. Dann öffnet das Museum auch an diesen Tagen. „Bis dahin werden wir noch das Außengelände auf Vordermann bringen“, sagt Andreas Klößer vom Heimatverein Niederstriegis.

Auch das Harthaer Heimatmuseum öffnet erst im April wieder, wie Silke Weise vom Heimatverein mitteilt.

Die Mitstreiter des Schulmuseums Ebersbach treffen sich am 19. Januar in der Zeit von 9 bis 12 Uhr. „Wer Lust hat, kann sich in dieser Zeit im Museum umsehen“, sagt Christa Müller vom Verein. Soweit möglich werde das Museum wieder am letzten Sonnabend jedes Monats von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Theaterfreunde müssen sich noch eine Woche gedulden

Das Theater nimmt ab Sonntag den Spielbetrieb wieder auf. In Freiberg geht es am Sonntag mit „Zwei Lügen, eine Wahrheit“ los, in Döbeln wird ab Montag die Opernpremiere „Lauter Verrückte“ für den 21. Januar vorbereitet. Geöffnet wird mit der fast schon üblichen beschränkten Platzzahl. In Döbeln sind das im Moment 96 Plätze. „Wir gehen davon aus, dass es unter diesen Bedingungen eine Pause und ein gastronomisches Angebot geben kann“, erklärt Pressedramaturg Christoph Nieder.

Während der Schließzeit wurden übliche Wartungsarbeiten durchgeführt, die Tonabteilung hat einige Videos produziert, für die Beleuchtung gab es in Döbeln und Freiberg ein neues Stellwerk.

Für die derzeit geplanten Veranstaltungen hat der Vorverkauf begonnen. „Wir arbeiten aber weiter an der Optimierung und versuchen, für den Sommer zusätzliche Open-Air-Veranstaltungen, etwa am Döbelner Stiefelbrunnen, in den Spielplan einzubauen“, so Nieder.

Außerdem wurde ja mehr der weniger ständig weiter geprobt, sowohl von den Künstlern wie von der Technik: Zum Beispiel wurde der „Wunschpunsch“, der bisher nur zweimal in Döbeln gespielt werden konnte, auf die Freiberger Bühne umgesetzt und dort eingeleuchtet, damit er demnächst in beiden Städten bereitsteht.

Schauspieler, Sänger und Musiker haben sich auf die geplanten Aufführungen und Premieren vorbereitet oder für sie geprobt. Und die Werkstätten haben laut Nieder an Bühnenbildern und Kostümen, etwa für den „Grafen von Luxemburg“ im Sommer auf der Seebühne Kriebstein, gearbeitet.