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Mittelsachsen hält an allen Schulen fest

Der neue Schulnetzplan ist vom Kreistag beschlossen worden. Nur eine Stadt war mit dem Plan nicht einverstanden.

Symbolfoto: Der Kreistag hat über die Schulen im Landkreis Mittelsachsen gesprochen.
Symbolfoto: Der Kreistag hat über die Schulen im Landkreis Mittelsachsen gesprochen. © dpa

Mittelsachsen. Die Kreisräte haben in ihrer Sitzung am Mittwoch die neue Schulnetzplanung für den Landkreis beschlossen. Daraus geht hervor, dass alle 129 Schulen in Mittelsachsen Bestand haben.

Ausnahmeregelungen gibt es im Bereich Döbeln für die Grundschule Großweitzschen sowie Gersdorf. Großweitzschen erreicht den Prognosen zufolge nicht in jedem Schuljahr die erforderliche Mindestschülerzahl von 15 Schülern pro erster einzurichtender Klasse. 

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Werden Schüler aus Hartha und Waldheim umgelenkt?

Die Gesamtschülerzahl entspricht jedoch den gesetzlichen Anforderungen, ebenso sind in allen Klassen jeweils zwölf Schüler. Für die Grundschule Gersdorf liegt seit 2016 ein Bescheid des Sächsischen Kultusministeriums vor, dass ab dem Schuljahr 2016/2017 jahrgangsübergreifend unterrichtet wird.

Besonderheiten im Bereich der Oberschulen gibt es im Bereich Döbeln für die Oberschule in Hartha, die nach Beschluss des Stadtrates einzügig weitergeführt werden kann. Nach aktueller Prognose wird 2025/26 die Mindestschülerzahl für die Peter-Apian-Oberschule Leisnig nicht erreicht. 

Hier wäre jedoch unter anderem denkbar, dass Schüler aus dem Bereich Hartha und Waldheim umgelenkt werden. Somit ist auch die Schule in Leisnig sicher. Trotz des zu erwartenden Rückgangs der Gesamtschülerzahlen wird es auch in den nächsten zehn Jahren laut der Planung bei den öffentlichen Gymnasien keine Probleme mit der Standortsicherheit geben.

117 Schulen in öffentlicher Trägerschaft

Insgesamt lernen derzeit rund 28.200 Kinder und Jugendliche an den Schulen in Mittelsachsen. Knapp 5,5 Prozent der Schüler allgemeinbildender Schulen kommen dabei von außerhalb. Geringer ist der Anteil an Schülern, die eine Einrichtung außerhalb des Kreises besuchen. 

Mit 117 befindet sich die Mehrheit der Schulen im Kreis in öffentlicher Trägerschaft, zwölf Schulen werden von freien Trägern geführt. Der Landkreis ist Träger von sechs Gymnasien, darunter das Martin-Luther-Gymnasium in Hartha, sowie acht Förderschulen. 

„Auch die Standorte der Förderschulen sind gesichert“, betonte Jörg Höllmüller, zweiter Beigeordneter des Landrates und zuständig für die Bereich Gesundheit und Soziales.

Neu bei der Schulnetzplanung sei dieses Mal gewesen, dass auch die Städte und Gemeinden ihr Einverständnis dazu geben mussten. Das liegt auch von fast allen Kommunen vor. Ausnahme ist hier die Stadt Großschirma. Hier verweigerte der Stadtrat die Zustimmung.

Entwurf sieht Einschnitte beim BSZ Döbeln vor

Hintergrund ist hier der Wunsch nach der Einrichtung einer Oberschule plus, in der in Form einer Gemeinschaftsschule von der ersten bis zur zehnten Klasse unterrichtet werden soll. Dazu sind noch Vorarbeiten nötig.

Der Schulnetzplan soll noch in diesem Jahr dem Kultus als oberste Schulaufsichtsbehörde vorgelegt werden. Vorgesehen war die Beschlussvorlage im Kreistag eigentlich eher. Doch aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie war es zu Verzögerungen gekommen.

Nicht Bestandteil der Planung sind die berufsbildenden Schulen. Hoheit hat hier das Sächsische Kultusministerium. Der erste Entwurf sieht zahlreiche Einschnitte für das BSZ-Döbeln-Mittweida vor.

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