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Döbeln: Pfefferspray gegen Polizisten

Eine Miniparty von zwei Frauen gerät außer Kontrolle. Ein Polizist wird verletzt. Es hagelt gleich vier Anzeigen.

Eine 19-Jährige setzt bei einem Polizeieinsatz zweimal Pfefferspray ein.
Eine 19-Jährige setzt bei einem Polizeieinsatz zweimal Pfefferspray ein. © Friso Gentsch/dpa

Döbeln. Die Polizei wurde am 22. März gegen 23 Uhr wegen Lärmbeschwerden in ein Mehrfamilienhaus an die Straße des Friedens gerufen. Dort drang aus einer Wohnung laute Musik. Die 19 Jahre alte Mieterin zeigte sich gegenüber den Beamten zwar zunächst uneinsichtig, drehte aber schließlich die Lautstärke herunter.

Ihre Bekannte (20), die sich ebenfalls in der Wohnung aufhielt, war mit den Maßnahmen offenbar nicht einverstanden und beleidigte die Beamten. Für sie folgte eine Anzeige wegen Beleidigung. Gegen die Mieterin wurde zunächst eine Ordnungswidrigkeitsanzeige gefertigt.

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Platzverweis für 20-Jährige

Wenige Minuten nachdem die Beamten das Mehrfamilienhaus verlassen hatten, ging ein erneuter Anruf im Polizeirevier ein. "Die jungen Frauen sollen nun gegen die Wohnungstür der Anruferin schlagen", erklärt Doreen Göhler, Pressesprecherin der Polizeidirektion Chemnitz. Die Polizisten suchten das Haus erneut auf.

Um die Situation zu klären, erteilten sie der 20-Jährigen einen Platzverweis und begleiteten sie aus dem Haus. Die Mieterin folgte ihrer Bekannten und den Polizeibeamten.

"Als alle das Haus verlassen hatten, zog die 19-Jährige plötzlich ein Pfefferspray und sprühte dieses einem 59 Jahre alten Beamten ins Gesicht. Danach versuchte das Duo zu flüchten, konnte jedoch durch die anderen zwei Polizisten gestellt werden", so die Sprecherin.

Verbotenes Messer entdeckt

Dabei sprühte die 19-Jährige erneut Pfefferspray in das Gesicht eines weiteren 31-jährigen Beamten. Letztlich konnte sie festgenommen und zusammen mit ihrer Bekannten in ein Polizeirevier gebracht werden.

Die Beamten erlitten leichte Verletzungen, wobei der 31-Jährige ärztlich versorgt werden musste. Bei der Durchsuchung der unter Alkoholeinfluss stehenden Frauen fand eine Beamtin bei der jüngeren zudem ein verbotenes Messer.

Die Polizei fertigte in diesem Zusammenhang Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung sowie Verstoßes gegen das Waffengesetz. Die beiden Deutschen wurden nach den ersten polizeilichen Maßnahmen aus dem Gewahrsam entlassen.

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