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Bundeswehr trainiert über Döbeln

Am Mittwochnachmittag wunderten sich viele Döbelner über Lärm aus dem Himmel. Hintergrund ist ein Flug-Training der Bundeswehr.

Krach über Döbeln: Die Bundeswehr ist am Mittwochnachmittag mit Kampfflugzeugen unterwegs gewesen.
Krach über Döbeln: Die Bundeswehr ist am Mittwochnachmittag mit Kampfflugzeugen unterwegs gewesen. © Luftwaffe/dpa

Region Döbeln. Am Mittwochnachmittag zwischen 15.30 und 16.30 Uhr war es laut über der Region Döbeln. Flugzeuge brausten mit hoher Geschwindigkeit über die Städte und Gemeinden. Doch Grund zur Sorge besteht nicht, so ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr auf Anfrage.

„Die Auswertung der Radardaten vom 21. April zeigt im angegebenem Zeitraum zwei Kampfflugzeuge der Bundeswehr vom Typ Tornado.“ Die Luftfahrzeuge seien im Rahmen eines Tiefflugtrainings im Bereich Döbeln unterwegs gewesen. Der Grund für den Lärm ist auf die niedrige Höhe zurückzuführen, so der Sprecher. Denn das Tiefflugtraining wurde auf einer Höhe von 745 Fuß über Grund, also etwa in 227 Metern, durchgeführt.

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„Nach den uns vorliegenden Daten erfolgten die Einsätze unter Beachtung der flugbetrieblichen Bestimmungen“, so der Sprecher des Luftfahrtamtes. „Der Bereich Döbeln unterliegt keiner besonderen Einschränkung für den militärischen Flugbetrieb.“

Grundsätzlich sei über dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland überall militärischer Flugbetrieb zulässig. Die dabei einzuhaltende Mindesthöhe für Kampfflugzeuge über Grund beträgt 1.000 Fuß, circa 300 Meter.

Nicht die erste Bundeswehr-Übung über Döbeln

„Diese für den militärischen Tiefflug geltende Mindesthöhe darf hierbei nach vorheriger Anmeldung in wenigen aber unverzichtbaren, festgelegten Ausnahmen für Kampfflugzeuge auf 500 Fuß über Grund, knapp 150 Meter, unterschritten werden“, so der Sprecher. Das war am Mittwochnachmittag über der Region Döbeln der Fall.

Ob und wie oft in Zukunft diese Tiefflugtrainings wiederholt werden, könne er jedoch nicht sagen. „Grundsätzlich ist militärischer Übungsflugbetrieb von Montag bis Freitag in der Zeit von 7 bis 24 Uhr zulässig.“

Die jeweiligen Einsätze sind aber von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Ausbildungsvorhaben der fliegenden Verbände, der technischen Verfügbarkeit der Luftfahrzeuge sowie der vorherrschenden Wetterverhältnisse in den jeweiligen Gebieten, abhängig.

Bereits im vergangenen Jahr sind Anfang des Jahres Militärjets der Bundeswehr über Mittelsachsen geflogen. Im April 2020 waren sogar amerikanische Streitkräfte in der Luft unterwegs. Grund dafür war die lang geplante Militärübung "Defender Europe 20", die von den USA angeführt wurde. Zwei Monate später übte die Bundeswehr die Betankung von Eurofightern auf einer Höhe von etwa 3.350 Metern.

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