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Döbeln schon wieder im Einschlafmodus?

Stadtrat Sven Weißflog mahnt, beim Hochwasserschutz Druck zu machen. Das Schmelzwasser der letzten Woche zeige, wie schnell die Mulde steigen kann.

In der vergangenen Woche war die Mulde zweimal angestiegen. Das Verteilerwehr am Schlossberg hatte sich geöffnet und die Baustelle in der Flutmulde unter Wasser gesetzt.
In der vergangenen Woche war die Mulde zweimal angestiegen. Das Verteilerwehr am Schlossberg hatte sich geöffnet und die Baustelle in der Flutmulde unter Wasser gesetzt. © Jens Hoyer

Döbeln. Angesichts des hohen Wasserstandes in der Mulde mahnte Stadtrat Sven Weißflog (FW) in der Sitzung des Rates der Stadt Döbeln an, den Hochwasserschutz nicht aus den Augen zu verlieren.

Die Mulde vor dem Verteilerwehr am Schloßberg sei verlandet, hinter dem Wehr der Staupitzmühle hätten sich 300 bis 400 Kubikmeter Material im Fluss abgelagert. Ein Heger am Oberwerder liege seit 2013 im Fluss.

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„Wir müssen dranbleiben und sehen, dass es mit dem Hochwasserschutz weitergeht. Derzeit haben wir mit dem Wasser kein Problem. Aber es kann sehr schnell gehen mit Warnstufe drei. Wir sind wieder im Einschlafmodus“, so Weißflog.

Mit der Landestalsperrenverwaltung in Kontakt

Diese Einschätzung mochte Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU) nicht teilen. „Der Hochwasserschutz ist ein ganz sensibles Thema und wir haben da genügend Erfahrungen. Von Einschlafen kann keine Rede sein. Außerdem sind mit der Landestalsperrenverwaltung im engen Kontakt.“

Liebhauser äußerte sich optimistisch, dass es mit dem Bau der Anlagen in Döbeln weitergeht. Derzeit ist die Finanzierung durch das Land Sachsen noch ungeklärt.

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Dietmar Damm (Wir für Döbeln) regte an, dass die Landestalsperrenverwaltung, wie schon geschehen, regelmäßig im Stadtrat berichtet. „Das ist auch für die Bevölkerung interessant.“

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