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Döbeln

Döbeln: Schüler können jetzt endlich bolzen

Die Regenbogenschule hat einen kleinen Sportplatz bekommen. Auch eine Kletterwand ist dabei entstanden.

Von Jens Hoyer
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Mit einem Hockey-Match haben die Schüler der Regenbogenschule ihren neuen Sportplatz eingeweiht.
Mit einem Hockey-Match haben die Schüler der Regenbogenschule ihren neuen Sportplatz eingeweiht. © Dietmar Thomas

Döbeln. Nein, das Wetter war wirklich nicht gut an diesem Dienstagmorgen. Aber ein paar ältere Schüler der Döbelner Regenbogenschule hatten trotzdem unverdrossen zu den gepolsterten Schlägern gegriffen und trieben sich einen Softball nach Hockeymanier in die Tore.

Kurz davor hatte Schulleiterin Heike Becker das unverzichtbare Band vor dem Eingang des neuen Sportplatzes zerschnitten. „Jetzt können wir hier auch mal Fußball spielen, was wir bis jetzt noch nicht durften“, sagte sie.

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Der kleine Sportplatz mit zwei Toren und der Möglichkeit, ein Volleyballnetz aufzuhängen, war in den vergangenen Monaten hinter der Schule gebaut worden. Er soll für den Schulsport dienen und für die Freizeit und Pausengestaltung der Schüler, erklärte die Leiterin. Für die Schule ist das günstig. Sie hat keine eigene Sporthalle und nutzt mit ihren Klassen die alte Halle des Schulzentrums am Holländer, die näher liegt als die Sporthalle der Berufsschule an der Friedrichstraße.

Boulderwand noch nicht nutzbar

Seit dem Sommer war an dem Sportplatz gebaut worden. Eigentlich sollte er schon nach den Herbstferien fertig sein, so die Leiterin. Ein paar Restarbeiten sind immer noch zu erledigen. So kann eine Boulderwand zum Klettern noch nicht genutzt werden, weil eine Absperrung fehlt.

Die Betonmauer hat eine Doppelnutzung. Auf der Sportplatzseite dient sie als Prellwand für verschiedene Ballübungen, auf der gegenüberliegenden Seite waren die Klettergriffe montiert worden. Im Frühjahr soll der Beton auch noch mit einem Graffiti gestaltet werden, so die Leiterin.

Der größere Teil der Schüler schaute von den Fenstern der Einweihung zu. Wegen Corona gibt es eingeschränkten Regelbetrieb: Die Klassen müssen dabei unter sich bleiben.

Landkreis investiert 570.000 Euro

Der Sportplatz ist der dritte Bauabschnitt bei der Gestaltung des Außengeländes der Schule. Seit 2019 hatte der Landkreis Mittelsachsen als Träger der Regenbogenschule rund 570.000 Euro in einen Spielplatz, einen Sandspielbereich und den und Sportplatz gesteckt. Der Spielplatz ist den besonderen Anforderungen der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung angepasst. Weil ein Teil der Schüler auch körperlich behindert ist, gibt es unter anderem eine Schaukel, in die ein Rollstuhl geschoben werden kann.

In den vergangenen Jahren hatte der Landkreis in Instandsetzung und Modernisierung der 26 Jahre alten Schule investiert. 2022 und 2023 soll es damit weitergehen. Dann seien weitere Bauabschnitte zur Sanierung der Außenabdichtung des Gebäudes geplant, so das Landratsamt Mittelsachsen auf Anfrage.

Ein größerer Schaden konnte noch nicht repariert werden. Im Oktober hatte ein Transporter den Eingang zum Schulgelände zerstört, als er von der Nordstraße abkam. Da es bisher noch keine Zusage der Versicherung gibt, sei der Auftrag zur Reparatur noch nicht ausgelöst worden.

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