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Döbeln: Wenig Geld, kleine Vorhaben

Beim Straßen- und Wegebau kann die Stadt nur kleine Brötchen backen. Manches notwendige Vorhaben bleibt auf der Strecke.

Die Brücke über die Eisenbahnlinie in Gärtitz ist noch gar nicht so alt. Sie war erst Ende der 1980er-Jahre im Zuge der Elektrifizierung der Bahnstrecke neu errichtet worden. Jetzt ist sie ein Abrisskandidat.
Die Brücke über die Eisenbahnlinie in Gärtitz ist noch gar nicht so alt. Sie war erst Ende der 1980er-Jahre im Zuge der Elektrifizierung der Bahnstrecke neu errichtet worden. Jetzt ist sie ein Abrisskandidat. © André Braun/Döbelner Anzeiger

Döbeln. Die Stadt Döbeln beginnt in den kommenden Wochen einige kleinere Bauvorhaben, die für dieses Jahr eingeplant sind. Dort mal ein Stück Fußweg und hier mal eine Sanierung. Für mehr hat die Stadt schlichtweg kein Geld. „Die Fördermittel für den Straßenbau sind weggebrochen“, sagte Erik Brendler, Chef des Bauamtes. Im Hauptausschuss hatte der Stadtrat Dietmar Damm (Wir für Döbeln) angefragt, ob geplant sei, den Fußweg an der Oschatzer Straße zu erneuern, der in einem schlechten Zustand ist. „Der Weg wird stark frequentiert“, so Damm.

„Es gibt Fußwege, auch in den Ortsteilen, die sind noch in einem viel schlimmeren Zustand“, sagte Brendler. Mit den Fördermitteln, die für den Straßenbau zur Verfügung stehen, kann die Stadt nur kleine Brötchen backen. Neu gebaut wird ab Ende April der Fußweg an der Rosa-Luxemburg-Straße zwischen Staupitzstraße und Gerichtsweg. Auf rund 125 Metern Länge besteht hier erhöhte Unfallgefahr, weil sich die Wegplatten verschoben haben.

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Sieben Ulmen werden gepflanzt

Diese und das Pflaster werden neu eingebaut, kaputte Platten erneuert. Außerdem werden sieben Ulmen gepflanzt. Das Bauvorhaben sei schon lange geplant und seit etwa acht Jahren immer wieder verschoben worden, sagte Brendler. Die Firma Wilhelm & Co. Straßen- und Wegebau aus Mutzschen wird den Fußweg für rund 81.000 Euro bauen.

Vergeben wurden vom Hauptausschuss auch noch andere Vorhaben. Unter anderem die Instandsetzung der Brücke über die Bahnlinie in Gärtitz. Das ist eigentlich eine Verlegenheitslösung. Mittelfristig ist der Neubau der Brücke fällig, aber mit der Instandsetzung kann die Lebenszeit noch ein bisschen verlängert werden. Der Brückenprüfer hatte eine starke Zunahme der Schäden festgestellt, sagte Uwe Handtrack vom Bauamt. Das sind vor allem Schäden durch eindringende Feuchtigkeit. Deshalb wird vor allem die Abdichtung des Bauwerks saniert.

Vier Wochen Bauzeit an Brücke

Die Firma Hoff aus Ostrau wird die Arbeiten für rund 75.000 Euro vornehmen. Diese dauern etwa vier Wochen und sollen im Zeitraum Mai bis Juli vorgenommen werden. Der genaue Zeitpunkt ist mit der Firma noch abzustimmen, sagte Stadtsprecher Thomas Mettcher. Klar sei auch noch nicht, ob während der Bauzeit die Brücke komplett gesperrt wird oder ob eine halbseitige Sperrung ausreicht.

Für ein ursprünglich gar nicht geplantes Vorhaben wird die Stadt in diesem Jahr rund 120.000 Euro ausgeben. Nämlich für eine Straßenbeleuchtung in Keuern. Dort werden schon seit Ende vergangenen Jahres neue Abwasser- und Wasserleitungen in die Erde gebracht. Dann hatten sich auch die Stadtwerke entschlossen, die alten Elektro-Freileitungen unter die Erde zu bringen. Damit entfallen die Masten für die Straßenbeleuchtung, sagte Uwe Handtrack. Bei der Gelegenheit wird gleich auf moderne LED-Beleuchtung umgestellt.

Kosten reduziert

Den Auftrag hat die Firma Elektro Harry Freiberg aus Limmritz bekommen. Sie baut die Anlage für rund 70.000 Euro. Den zusätzlichen Aufwand für den Tiefbau bekommt die Firma LFT vergütet, die ohnehin mit dem Tief- und Straßenbau beauftragt ist. Der Nachtrag hatte auf rund 73.000 Euro gelautet. Nach Prüfung und Nachverhandlung bekommt die Stadt die Leistung jetzt für 52.000 Euro.

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