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Döbeln: Wirtschaftsförderer für zehn Stunden pro Woche

Der künftige Citymanager soll die Arbeit mit übernehmen. Die FDP zweifelt an diesem Konzept.

Im Döbelner Rathaus sollte eine Stelle für einen Wirtschaftsförderer geschaffen werden. Viel bleibt davon nicht übrig.
Im Döbelner Rathaus sollte eine Stelle für einen Wirtschaftsförderer geschaffen werden. Viel bleibt davon nicht übrig. © André Braun

Döbeln. Der Döbelner Stadtrat hat am Donnerstag eine Entscheidung darüber, ob Döbeln wieder einen hauptamtlichen Wirtschaftsförderer bekommen soll, vertagt. Vor Jahren hatte die Stadt den Posten eingespart. Wirtschaftsförderung ist jetzt „Chefsache“ unter Einbeziehung verschiedener Fachämter.

Die Fraktion FDP/Freie Wähler stellte den Antrag, wieder eine Stelle zu besetzen. „Nicht erst seit der Corona-Pandemie ist deutlich geworden, dass wirtschaftliche Rahmenbedingungen Schwankungen unterliegen. Erst durch eine kurz-, mittel- und vor allem langfristige Wirtschaftsförderung sind gute Ergebnisse möglich“, sagte Stadtrat Peter Draßdo.

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Finanzierungsvorschlag fehlt

Allerdings, so machte Oberbürgermeister Sven Liebhauser (CDU) klar: In der Form, wie die Fraktion den Antrag gestellt hat, konnte darüber gar nicht entschieden werden. Sie hatte keinen konkreten Finanzierungsvorschlag genannt.

Die Verwaltung machte einen Kompromissvorschlag: Wenn die Stadt Fördermittel aus dem Programm „Lebendige Innenstadt“ bekommt, soll ab 2022 ohnehin ein Citymanager für Döbeln eingestellt werden. Allerdings nur Teilzeit. Nach etwa eineinhalb Jahren könnte dieser auch noch für zehn Stunden in der Woche bei der Stadt als Wirtschaftsförderer arbeiten. Wenn das Citymanagement 2029 endet, könnte der Mitarbeiter ganz von der Stadt übernommen werden.

Kritik: Kein klares Bekenntnis

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Die Fraktion FDP/Freie Wähler ist mit ihrem Antrag gescheitert. Zuvor wird aber heftig diskutiert.

Eine Entscheidung dazu hat der Stadtrat noch nicht getroffen. Der Antrag der FDP/FW wurde zurückgestellt. Nach der Sitzung äußerte sich Peter Draßdo in einer Presseerklärung: „Ob eine Stellenbesetzung ab 2022 und nach frühestens eineinhalb Jahren mit zehn Stunden für die Wirtschaftsförderung ausreichen kann, bleibt zweifelhaft.“

Aus Sicht von Franco Lehmann, dem Ortsvorsitzenden der FDP Döbeln, fehlt das klare Bekenntnis der Stadt zum Thema Wirtschaftsförderung.

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