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Döbeln

Döbelner FDP will einen Wirtschaftsförderer

Die Stelle bei der Stadtverwaltung war vor neun Jahren gestrichen worden. Wirtschaftsförderung lasse sich nicht nebenbei erledigen.

Die FDP-Stadträte Peter Draßdo (links) und Rocco Werner fordern eine Stelle für einen Mitarbeitern in der Stadtverwaltung, der ausschließlich für Wirtschaftsförderung zuständig ist.
Die FDP-Stadträte Peter Draßdo (links) und Rocco Werner fordern eine Stelle für einen Mitarbeitern in der Stadtverwaltung, der ausschließlich für Wirtschaftsförderung zuständig ist. © privat

Döbeln. Seit Karl Körner 2012 in den Ruhestand ging, hat die Stadtverwaltung Döbeln keinen Wirtschaftsförderer mehr. Sie hatte die Stelle ersatzlos gestrichen. Seitdem kümmern sich der Oberbürgermeister, der Baudezernent und der Leiter Liegenschaften um das Ansiedeln und die Unterstützung von Unternehmen. Die FDP will diesen Zustand jetzt beenden. „Das ist keine Arbeit, die nebenbei passieren kann. Wir fordern daher die Schaffung einer Stelle zur aktiven Wirtschaftsförderung in Döbeln. Ziel muss es sein, die Kapazitäten durch mindestens eine Vollzeitstelle fokussiert auf das Thema Stärkung der vor Ort aktiven Betriebe, Unternehmen und Selbstständigen zu lenken sowie die Ansiedlung Neuer zu unterstützen und zu erleichtern“, so die FDP-Stadträte Rocco Werner und Peter Draßdo in einer Presseerklärung. Die Fraktion hat einen entsprechenden Antrag in den Stadtrat eingebracht.

Beeindruckt von Heidenheim

Wie Rocco Werner erzählte, habe ihn ein Besuch in der Partnerstadt Heidenheim sehr beeindruckt, wo Mitglieder des Bundes der Selbstständigen auch mit dem dortigen Wirtschaftsförderer in Kontakt kamen. „Der war sehr fit. Die Stadt arbeitete mit Hochschulen und Technologiezentren zusammen. Die haben Firmen und Studenten eingebunden. Da kann man sehen, wie Wirtschaftsförderung funktioniert, wenn das jemand als Hauptaufgabe wahrnimmt“, sagte Werner. Wobei er zugab, dass er die Initiative von Oberbürgermeister Sven Liebhauser für die Ansiedlung von Karls Erlebnisdorf in Döbeln gut findet. „Aber es ist an der Zeit, wieder einen hauptamtlichen Wirtschaftsförderer zu installieren, wenn wir in diese Richtung etwas entwickeln wollen.“

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Als Argument für die Schaffung der Stelle nennen die Liberalen auch die aktuelle Corona-Krise. „Es ist 5 vor 12. Wir dürfen nicht warten, bis in unserer Stadt noch mehr Geschäfte leer stehen oder Unternehmer und Selbstständige aufgeben müssen“, so Rocco Werner. Die Revitalisierung der Stadt dürfe sich nicht allein auf die Gestaltung von Fassaden und Dächern konzentrieren. „Die aktuellen Förderprogramme bieten deutlich mehr Möglichkeiten zur regionalen Wirtschaftsförderung als allein Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden“, so Peter Draßdo.

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