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Döbelner Jungstörche üben das Fliegen

Die vier Störche im Nest in Großbauchlitz werden bald ausfliegen. Weg sind sie dann noch nicht.

Die Jungstörche auf dem Nest in Großbauchlitz sind jetzt bei Flugübungen zu beobachten. Sie werden bald zum ersten Mal mit den Altstörchen ausfliegen.
Die Jungstörche auf dem Nest in Großbauchlitz sind jetzt bei Flugübungen zu beobachten. Sie werden bald zum ersten Mal mit den Altstörchen ausfliegen. © privat

Döbeln. Die Döbelner Störche werden wohl bald ausfliegen. Die vier Jungvögel haben fast die Größe ihrer Eltern erreicht und sind im Nest auf einem Schornstein in Großbauchlitz bei Flugübungen zu beobachten. „Normalerweise verlassen Jungstörche acht bis neun Wochen nach dem Schlupf zum ersten Mal das Nest“, sagte der Storchenexperte Kai Schaarschmidt.

Ganz ausfliegen werden sie dann aber noch nicht. „Sie machen erste Trainingsflüge mit den Altvögeln, gehen mit auf Nahrungssuche und kehren dann zum Nest zurück. Irgendwann werden sie sich einem Trupp Zugstörche anschließen.“

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Enge im Nest

Mittlerweile wird es eng im Nest, Gerd Wießner, der gleich nebenan wohnt, hat beobachtet, dass einer der Altvögel sich nachts auf einem der umliegenden Dächer niederlässt. Obwohl sie etwa die gleiche Größe haben, lassen sich die Jungtiere von den Alten noch gut unterscheiden, meint Schaarschmidt. „Bei den Jungen sind die Schnäbel bräunlich-schwarz. Die Beine haben ein schmutziges Orange, während sie bei den Altvögeln rot sind.“

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Störche auch im kommenden Jahr wieder brüten, schätzt der Storchenkenner als gut ein. Vorausgesetzt, die Altvögel überleben und kehren im Frühjahr zurück.

Für diesen Fall wird vorgesorgt. Mit der Unteren Naturschutzbehörde sei vereinbart, dass der Schornstein im Winterhalbjahr repariert wird. Lose Metallbänder werden befestigt und lockere Steine neu aufgesetzt, ohne das Nest zu entfernen. „Die Steigeisen sind noch bombenfest“, sagte Schaarschmidt. Er hat es ausprobiert und war Anfang Juli den Schornstein hinaufgeklettert, um die Jungstörche zu beringen.

Die Altstörche haben diese Kennzeichnung nicht. Deshalb sei auch nicht feststellbar, woher sie kommen und wie alt sie sind.

Zahl der Störche zugenommen?

Nach Schaarschmidts Einschätzung hat die Zahl der Störche zugenommen. Er habe in diesem Sommer große Trupps Störche beobachtet. „Es freut mich, dass diese Entwicklung jetzt auch die Region Döbeln erreicht hat“, sagte er.

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Die Döbelner Störche waren mit vier Jungen sehr erfolgreich. An anderen Orten hatte es bei den Bruten Totalverluste gegeben oder es waren nur wenige Jungen großgezogen worden. Ein trockenes Frühjahr sei für die Aufzucht der Jungen günstiger, so Schaarschmidt.

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