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Döbeln: Paketstation kann Mails versenden

Die Firma Knobloch hat zum ersten Mal eine Station in Döbeln aufgestellt. Die WG Fortschritt will damit einen neuen Service bieten.

Am Haus Blumenstraße 71 steht die neue Paketfachstation der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt.
Am Haus Blumenstraße 71 steht die neue Paketfachstation der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt. © Dietmar Thomas

Döbeln. Sie fällt auf, denn für einen normalen Briefkasten ist sie zu groß: die neue Paketfachanlage der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt am Haus Blumenstraße 71. „Pakete so einfach wie Briefe empfangen“, steht groß auf der Front.

Es ist ein Test für die Genossenschaft und ein Pilotprojekt in Döbeln für die Firma Knobloch, die älteste Briefkastenfirma der Welt, wie sie sich mit einem Augenzwinkern nennt.

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Paketkästen sind die Zukunft

Mit der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt hatte die Firma einen aufgeschlossenen Partner gefunden. „Wir wollten so eine Anlage mal in unserer Nähe aufstellen“, sagte Thomas Kolbe, Geschäftsführer der Firma Knobloch. „Die gehört noch nicht zur normalen Grundausstattung von Häusern. Da muss man die Wohnungsgesellschaften mal ein bisschen an die Hand nehmen.“

Bundesweit hat die Döbelner Firma schon 20 dieser Paketanlagen aufgestellt. Diese seien die Zukunft, neben den normalen Briefkästen, sagte Kolbe. „Die Corona-Pandemie treibt diese Entwicklung gerade an. Es wird viel mehr versandt, kontaktlose Übergabe ist ein Thema. Auch Einzelhändler können die Anlagen nutzen, um Waren für ihre Kunden zu deponieren.“

Zusätzlicher Service

Bei der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt fand man die Idee von der Paketanlage gut. „Wir präsentieren uns ja gerne als modern, und an der ehemaligen Verwaltung an der Blumenstraße hatten wir Platz. Das ist ein zusätzlicher Service für die Mieter“, sagte Vorstand Tino Hütter.

Das System ist sehr vielseitig. Jeder kann es ohne großen Aufwand nutzen. „Da kann auch mal jemand für seinen Nachbarn etwas hinterlegen“, so Hütter.

Strom und Internet

Für die Anlage wurde neben einem Strom- auch ein Internetanschluss gebraucht. Denn die Anlage ist vernetzt. Wer seine Kontaktdaten hinterlassen hat, bekommt automatisch eine E-Mail zugestellt, wenn etwas hinterlegt wurde. Die enthält eine PIN-Nummer, mit der sich das entsprechende Fach öffnen lässt. „Wer online einkauft, der hat auch eine E-Mail-Adresse. Da darf man auch die ältere Bevölkerung nicht unterschätzen“, sagte Thomas Kolbe.

Anlage in der Probephase

Derzeit werden alle Daten übertragen und ein Probebetrieb durchgeführt. Voraussichtlich ab Mitte März steht die Paketstation dann allen Mietern zur Verfügung. Die Wohnungsgenossenschaft Fortschritt hatte erst einmal vor allem die Mitglieder informiert, die in der näheren Umgebung der Paketstation wohnen, sagte Hütter.

Die Anzahl der Nutzer ist derzeit noch überschaubar. Aber es sollen mehr werden. Im nächsten Mitgliedheft soll die Paketanlage vorgestellt werden.

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