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Döbeln

Döbelner VdK-Chefin mit Annen-Medaille geehrt

Michaela Hustig engagiert sich seit 14 Jahren in dem Sozialverband. Dort unterstützt sie Menschen mit Behinderung.

Sozialministerin Petra Köpping (links) hat die Döbelner VdK-Chefin Michaela Hustig (Mitte) mit der Annen-Medaille ausgezeichnet. Eine Schülerin des Gymnasiums Dresden-Bühlau hielt die Laudatio.
Sozialministerin Petra Köpping (links) hat die Döbelner VdK-Chefin Michaela Hustig (Mitte) mit der Annen-Medaille ausgezeichnet. Eine Schülerin des Gymnasiums Dresden-Bühlau hielt die Laudatio. © Arvid Müller

Döbeln. Seit 2007 ist Michaela Hustig im Sozialverband VdK Sachsen aktiv. Sie leitet den Ortsverband Döbeln und betreut dort mehr als 200 Mitglieder. Die engagierte Döbelnerin gehört zu den 21 Sachsen, die Sozialministerin Petra Köpping mit der Annen-Medaille ausgezeichnet hat.

„Obwohl uns die Coronavirus-Pandemie noch immer anderen Menschen mit Distanz begegnen lässt und uns Maßnahmen zum Fremd- und Eigenschutz auferlegt, gibt es Engagierte, die auf ihre Mitmenschen zugehen und sich für das Glück der anderen einsetzen“, sagte die Sozialministerin. Michaela Hustig unterstützt bei ihrer Tätigkeit im VdK die Beratung und Begleitung von Menschen mit Behinderung in sozialen Problemlagen.

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Lebensmut nie verloren

„Trotz eines Handicaps den Lebensmut nicht verlieren, für andere einstehen und sich kümmern, dies alles verkörpert Michaela Hustig“, heißt es in der Laudatio. Im Jahr 2003 habe ein Verkehrsunfall ihr Leben verändert. Von der einen auf die andere Minute war nichts mehr so, wie vorher. Dass hieß, nicht mehr einfach loslaufen, sondern überlegen, wie sie nun zurechtkomme.

„Dies bestimmte fortan ihren Alltag und sie fand Hilfe und Gehör im Sozialverband VdK, in dem sie sich schließlich ehrenamtlich engagierte“, erklärte eine Schülerin des Gymnasiums Dresden-Bühlau, die die Laudatio gehalten hat. Michaela Hustig ist als stellvertretende Vorsitzente im Kreisverband Mittelsachsen und als Leiterin des Ortsverbandes Döbeln tätig.

Zu ihren vielseitigen Aufgaben gehöre es, Menschen in verschiedenen Lebenslagen zu vertreten, Kranke in Kliniken zu besuchen, runde Geburtstage persönlich zu ehren sowie bedürftige Menschen zu unterstützen und ihnen damit Rückhalt und etwas Liebe zu schenken.

Ohne Team geht es nicht

Durch ihren Einsatz gelang der Umzug des Ortsverbandes in barrierefreie Räume. Damit ist nun eine dauerhafte Beratungsmöglichkeit vorhanden. Sie kümmerte sich um Spenden, die Ausstattung, den Umzug, den Tag der offenen Tür sowie um die Einrichtung einer Ehrenamtssprechstunde. Auch die monatlichen Treffen liegen in ihrer Hand.

Allein sei ihr all das allerdings nicht möglich gewesen, sagt Michaela Hustig. Deshalb hätte sie am liebsten den gesamten Vorstand des `Döbelner Ortsverbandes des VdK mit zur Auszeichnungsveranstaltung in das Schloss Albrechtsberg in Dresden genommen. „Denn das Team funktioniert nur zusammen“, meint sie.

Die Annen-Medaille

  • Die Annen-Medaille wurde im Jahre 1995 von der Sächsischen Staatsregierung zum Andenken an die wohltätige Kurfürstin »Anna von Sachsen« (1532 - 1585) gestiftet.
  • Sozialministerin Petra Köpping hat in diesem Jahr insgesamt 21 Personen für die Ehrung ausgewählt.
  • Kirchen, Wohlfahrtsverbände und Kommunalverwaltungen hatten die Kandidaten auf Anfrage des Ministeriums vorgeschlagen.
  • Seit mittlerweile elf Jahren wird diese Festveranstaltung durch das Gymnasium Dresden-Bühlau getragen.
  • Schüler des Gymnasiums haben für die Ehrenamtlichen in einem Unterrichtsprojekt jeweils eine Laudatio erarbeitet und diese auf der Festveranstaltung präsentiert.
  • Die Annen-Medaille ist aus Meißner Porzellan gefertigt und trägt auf der Vorderseite die Worte »helfen, pflegen, fördern«. Auf der Rückseite sind die Worte »miteinander leben, füreinander da sein« eingeprägt.

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