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Döbeln

Döbelner Wohngebiet ist ausverkauft

Erst ging es schleppend los und dann ganz schnell. Im Wohngebiet Sonnenterrassen ist nur ein Grundstück übrig.

Das Wohngebiet Sonnenterrassen aus der Vogelperspektive. Neben In den vergangenen fünf Jahren sind neben Eigenheimen die Stadtvillen der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt und die Tagespflegeeinrichtung und Verwaltung der Volkssolidarität gebaut worden.
Das Wohngebiet Sonnenterrassen aus der Vogelperspektive. Neben In den vergangenen fünf Jahren sind neben Eigenheimen die Stadtvillen der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt und die Tagespflegeeinrichtung und Verwaltung der Volkssolidarität gebaut worden. © Dietmar Thomas

Döbeln. Baugrundstücke sind in Döbeln mittlerweile knapp und begehrt. Das merkt auch Gisa Nestler, Geschäftsführerin der städtischen Gesellschaft DWVG. Die Grundstücke im Wohngebiet Sonnenterrassen sind praktisch alle verkauft. Ein letztes Grundstück sei noch da, aber reserviert. „Im vergangenen Jahr ist das ganz massiv vorwärts gegangen. Da waren auch die nicht so begehrten Grundstücke gefragt. Es ging schwerfällig los und dann mit einem Schlag“, sagte die Geschäftsführerin.

Eigenheime statt Wohnblocks

Vor ziemlich genau sechs Jahren war der erste Spatenstich für die Erschließung des Wohngebietes erfolgt. Noch im gleichen Jahr wurde mit dem Bau des ersten Hauses begonnen. Mittlerweile sind auf den meisten Grundstücken Häuser entstanden, einige werden gerade gebaut.

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Bis vor knapp 20 Jahren hatten an gleicher Stelle DDR-Neubaublocks gestanden, die wegen des steigenden Leerstands seinerzeit von der DWVG abgerissen wurden. Schon damals hatte die Stadt ein Konzept zur Nachnutzung entworfen, das jetzt realisiert wird.

90 Euro pro Quadratmeter

Die DWVG hatte 2015 die ersten Grundstücke für 85 Euro pro Quadratmeter verkauft. Das war damals ein recht ambitionierter Preis. Die letzten Grundstücke gingen für 90 Euro weg, was mittlerweile für diese Wohnlage mäßig ist. „Manche haben gefragt, warum wir so günstig verkaufen. Aber wir wollten den Preis nicht anheben“, sagte die Geschäftsführerin. Hanglagen, von denen es einige gibt, waren für weniger Geld verkauft worden.

Im ersten Bauabschnitt standen 18 Eigenheimgrundstücke zur Verfügung. Auch ein 19. Grundstück direkt an der Leipziger Straße konnte verkauft werden. Die Volkssolidarität erwarb es für die Tagespflegeeinrichtung. „Wir hätten nicht gedacht, dass wir das loswerden“, sagte Gisa Nestler. Sie habe eher an den Bau von Garagen an dieser Stelle gedacht.

Wer baut den Parkplatz?

Nachdem die Wohnungsgenossenschaft Fortschritt ihre Stadtvillen errichtet hatte, ging es auch im oberhalb gelegenen zweiten Bauabschnitt los. Dort stehen insgesamt elf Bauplätze zur Verfügung, die zu einem großen Teil schon mit Eigenheimen bebaut sind.

Laut Bebauungsplan ist an der Bayerischen Straße am Rande des Wohngebiets auch noch ein Parkplatz vorgesehen. Bisher hätten Baufirmen die Fläche als Lagerplatz genutzt. „Die Frage ist, baut die Stadt den Parkplatz oder die DWVG“, so Gisa Nestler. Seit ein paar Jahren ist die DWVG in Liquidation und im Grunde sei der Verkauf des letzten Vermögens noch die einzige Aufgabe der Gesellschaft.

Die meisten Grundstücke sind verkauft

Die DWVG, das ist heute nur noch Gisa Nestler, die auch nur ein paar Tage im Monat für die Abwicklung der Geschäfte zuständig ist und darüber hinaus als Rechnungsprüferin der Stadtverwaltung arbeitet. Nach dem Verkauf der mehr als 2.300 Wohnungen im Jahr 2008 war die Gesellschaft nur noch Eigentümer von unbebauten Grundstücken, von denen die meisten mittlerweile verkauft sind.

Ein Grundstück gibt es noch an der Teichstraße im Überschwemmungsgebiet. „Ich habe erst einmal eine Voranfrage beim Bauordnungsamt gestellt, um zu wissen, was dort überhaupt möglich ist“, sagte Gisa Nestler. Größere Grundstücke hat die Gesellschaft an der Straße der Jugend, der Westfälischen Straße und der Vyskover Straße. Dabei handelt es sich um Flächen, auf denen früher Wohnblöcke gestanden hatten.

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