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Dorffunk bleibt kostenlos

Die Dienste des Projektes „Digitale Dörfer Sachsen“ sind seit einem Jahr online. Nun wird die Zeit der Förderung verlängert.

Mit diesem Bild wirbt das Fraunhofer-Institut für das Projekt „Digitale Dörfer“.
Mit diesem Bild wirbt das Fraunhofer-Institut für das Projekt „Digitale Dörfer“. © Fraunhofer IESE

Ostrau/Zschaitz-Ottewig. Die Menschen in der Lommatzscher Pflege können die Dienste der „Digitalen Dörfer Sachsen“ weitere drei Jahre kostenlos nutzen. Das teilt das Sächsische Ministerium für Regionalentwicklung mit.

Das Projekt wurde vor zwei Jahren gestartet, um die Potenziale der Digitalisierung für die Bedürfnisse im ländlichen Raum zu erschließen. Während in der ersten Phase die Bedarfe ermittelt und bereits erprobte Dienste eingeführt wurden, sollen die digitalen Anwendungen nun verstärkt der Bevölkerung zugänglich gemacht werden.

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Im Frühjahr 2021 beginnt eine Veranstaltungsreihe, die die Digitalisierung in ländlichen Regionen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Das Modellprojekt in den zehn Kommunen der Leader-Region Lommatzscher Pflege ist Teil der Zukunftsinitiative simul+ des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung. 124.000 Euro werden dafür von der Zukunftsinitiative zur Verfügung gestellt.

App fürs Smartphone

Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung stellt das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) dafür innovative Softwarelösungen in der Modellregion bereit. So wird seit einigen Monaten die Smartphone-App „Dorffunk“ angeboten (www.dorf.app), mit der sich die Bürger in den Dörfern und Städten der Lommatzscher Pflege vernetzen und austauschen können.

Auch in Ostrau und Zschaitz-Ottewig waren die Möglichkeiten des Dorffunks publik gemacht worden. Jedoch hält sich die Nutzung noch in Grenzen. Zu dieser Einschätzung kommt sowohl Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) als auch sein Zschaitz-Ottewiger Amtskollege Immo Barkawitz (parteilos). „Das Projekt ist eine gute Sache. Es liegt jetzt auch an uns, es weiter zu bewerben und mit Leben zu erfüllen“, sagte Dirk Schilling.

Veranstaltungsreihe startet im Frühjahr

„In den kommenden Monaten geht es nun vorrangig darum, die aktive Nutzung der Dienste zu intensivieren und die Beteiligung der Bevölkerung auszubauen“, sagte Matthias Berg vom Projektteam des Fraunhofer-Institutes. Zu diesem Zweck startet im Frühjahr 2021 eine Veranstaltungsreihe in der Lommatzscher Pflege. Diese beinhaltet Schulungen zu den digitalen Diensten für unterschiedliche Interessengruppen, Digital-Workshops aber auch offene Formate wie Diskussionsabende rund um Themen des digitalen Wandels.

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So steht unter anderem die Ergebnispräsentation der Bedarfsanalyse aus der ersten Projektphase noch aus. Die Bürgerworkshops zur Ermittlung von digitalen Bedarfen in der Lommatzscher Pflege waren auf große Resonanz gestoßen, die Ergebnispräsentation hatte dann aber coronabedingt ausfallen müssen. Die Veranstaltungen der Reihe „Digital Dörfer Sachsen“ werden zunächst auf virtuellem Wege angeboten und finden dann sobald wie möglich auch vor Ort statt.

www.digitale-doerfer-sachsen.de

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