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Döbeln

Ebersbach: Riesige Beteiligung an Befragung

Der Ortschaftsrat will das Dorfentwicklungskonzept neu auflegen. Mehr als 230 Menschen haben dazu ihre Meinung mitgeteilt.

Im Jahr 2000 hab es in Ebersbach schon mal eine Einwohnerbefragung. Die wurde jetzt wiederholt.
Im Jahr 2000 hab es in Ebersbach schon mal eine Einwohnerbefragung. Die wurde jetzt wiederholt. © Dietmar Thomas

Döbeln. Mehr durch Zufall war dem Ebersbacher Ortsvorsteher Jürgen Müller beim Aufräumen ein Dorfentwicklungskonzept der damals noch eigenständigen Gemeinde Ebersbach aus dem Jahr 2000 in die Hände geraten. Sein Fazit: Obwohl das Konzept eigentlich nicht bekannt war, wurde es doch in weiten Teilen umgesetzt. Und es ist die Blaupause für ein neues Konzept, das der Ortschaftsrat jetzt auf den Weg bringen will.

Dazu hat er mit der Ebersbacher Rundschau einen Fragebogen an die Bürger des Döbelner Ortsteils verteilt. Das Ergebnis überrascht: Bis Anfang dieser Woche waren fast 240 Bögen ausgefüllt zurückgekommen. „Das ist sehr viel. Es ist sehr positiv, wenn sich die Leute beteiligen. Wir haben damit fast jeden Haushalt erreicht. Das ist ein besseres Ergebnis als im Jahr 2000“, sagte Müller.

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Kommission soll Auswertung vornehmen

Viele Fragebögen bedeutet aber auch viel Arbeit. Nach der Vorstellung des Ortsvorstehers soll eine Kommission aus Ortschaftsräten und Bürgern die Ergebnisse der Befragung auswerten.

Von den Zielen, die im alten Konzept formuliert wurden, sind in Ebersbach viele erreicht worden – wenn manche auch zufällig. So wurde damals noch davon ausgegangen, dass die Schule erhalten werden kann. Was nicht möglich war. Aber als Nachnutzung hatte ein großer Teil der Bürger ein Dorfgemeinschaftshaus favorisiert. Das war nach relativ kurzer Zeit realisiert worden. Anderes dauerte länger. Ebersbach ist dank der Stadtwerke Döbeln jetzt ans Gasnetz angebunden.

Gewünscht war ein zentraler Spiel- und Sportplatz. Den gibt es jetzt. Er dient auch als Festplatz. Kritisch gesehen wurde damals der Zustand des „Schweineguts“, des Ritterguts und des ehemaligen Konsums neben dem Dorfgemeinschaftshaus. Das „Schweinegut“ ist ein attraktives Wohnhaus geworden, das Rittergut wird gerade saniert. Nur der ehemalige Konsum, der verfällt weiter.

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