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Alte Post in Waldheim wird gesichert

Der Eigentümer hat dies veranlasst. Fangnetze sollen die Fußgänger vor herabfallenden Dachsteinen schützen. Aber reichen die Vorkehrungen aus?

Am Gebäude der ehemaligen Post in Waldheim lässt der Eigentümer das Dach sichern. Wegen herabfallender Schiefer und anderer Dachelemente hatte die Kommune den Fußweg absperren lassen.
Am Gebäude der ehemaligen Post in Waldheim lässt der Eigentümer das Dach sichern. Wegen herabfallender Schiefer und anderer Dachelemente hatte die Kommune den Fußweg absperren lassen. © Dietmar Thomas

Waldheim. An der ehemaligen Post in Waldheim tut sich etwas. Derzeit lässt der Eigentümer ein Holzgerüst mit einem Fangnetz anbringen. Damit sollen die Fußgänger gegen herabfallende Dachteile geschützt werden. 

Nägel, Dachschiefer und Teile der Wetterfahne, die auf dem Zwiebeltürmchen des ehemaligen Waldheimer Postgebäudes steht, hat Bärbel Müller schon vom Fußweg aufgesammelt. Die Waldheimerin geht oft mit ihrem Hund dort spazieren.

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Ihre Beobachtungen hatte sie der Stadtverwaltung gemeldet. Das Ordnungsamt sperrte daraufhin den Fußweg ab und setzte sich mit dem Eigentümer in Verbindung.

Fußweg musste gesperrt werden

„Der Eigentümer ist jetzt dabei, die Auflagen, die wir ihm gestellt haben, zu erfüllen“, sagte Christin Rost, Leiterin des Waldheimer Ordnungsamtes, auf Anfrage. Inwieweit die eingeleiteten Maßnahmen tatsächlich ausreichen, um die Fußgänger vor den herabstürzenden Teilen der Dacheindeckung zu schützen, werde durch das Ordnungsamt noch geprüft.

„Erst wenn die Sicherheit wieder gewährleistet ist, können wir die Sperrung des Fußweges aufheben“, so Christin Rost.

Waldheimer wünschen sich wieder Leben im Gebäude

Bärbel Müller ist froh, dass der Eigentümer die Sicherung des Gebäudes nun übernommen hat. Wünschen würde sie sich wie viele Waldheimer aber, dass in das Gebäude wieder Leben einzieht. „Es handelt sich um ein Denkmal und ein Stadtbild prägendes Gebäude. Es ist sehr schade, wenn es so verfällt“, sagte sie.

 Durch das Anbringen der Fangnetze sei zwar zunächst die Sicherheit wieder hergestellt. „Besonders schön sieht es aber nicht aus.“ 

Vor rund eineinhalb Jahren hatte der Eigentümer das Haus über ein Internetportal zur Vermietung ausgeschrieben. Damals hätten sich auch mehrere Interessenten die Räumlichkeiten, die sich auf drei Etagen mit jeweils 600 Quadratmetern befinden, angesehen. Zu einer Vermietung ist es jedoch offenbar nicht gekommen.

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