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Eine coole erste Schulwoche

Die Fünftklässler lernen das Gymnasium und die Stadt Hartha kennen. Der Unterricht ist da noch weit weg.

Die neuen 5. Klassen haben den Schulhof des Martin-Luther-Gymnasiums Hartha gestaltet. Philipp (vorn links) und Timo sowie ihre Kameraden aus der 5a malen das „M“ aus.
Die neuen 5. Klassen haben den Schulhof des Martin-Luther-Gymnasiums Hartha gestaltet. Philipp (vorn links) und Timo sowie ihre Kameraden aus der 5a malen das „M“ aus. © Dietmar Thomas

Hartha. Mit Eifer malen Philipp und Timo ein Stück des großen „M“ auf dem Schulhof des Gymnasiums Hartha aus.

Die beiden Jungs aus der Klasse 5 a haben wie alle anderen Fünftklässler eine aufregende Begegnungswoche hinter sich. Bei der Malaktion auf dem Schulhof gestaltet jede der drei 5. Klassen einen Buchstaben des Kürzels MLG, das für Martin-Luther-Gymnasium steht. Zum Abschluss der Begegnungswoche haben die Schüler ihre Wünsche aufgeschrieben und diese mit Luftballons aufsteigen lassen. „Die Ballons sind biologisch abbaubar“, betont Schulleiterin Heike Geißler.

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Timo verrät, was er auf seinen Wunschzettel geschrieben hat. „Ich wünsche mir nette Lehrer und dass wir eine tolle Klasse werden“, sagt der Zehnjährige, der aus Geringswalde kommt.

Bürgermeister öffnet den Safe

Sein Klassenkamerad Philipp ist dagegen immer noch von der Stadtrallye begeistert. Dabei haben die Schüler die Bibliothek und das Stadtwäldchen mit dem Trimm-dich-Pfad kennengelernt. Am meisten ist Philipp aber der Besuch im Rathaus haften geblieben. Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) hat sich für jede der drei Klassen etwa eine Stunde Zeit genommen. „Der Bürgermeister hat sogar den Safe für uns geöffnet“, sagt Philipp. Allerdings sei er vom Inhalt etwas enttäuscht gewesen. „Das waren nur langweilige Akten. Aber immerhin hat der Bürgermeister eine Tüte Gummibären für uns reingelegt“, freut sich Philipp, der die erste Schulwoche „cool“ gefunden hat.

Die Begegnungswoche hat am Martin-Luther-Gymnasium Tradition. Dennoch ist das Kollegium in diesem Jahr neue Wege gegangen. Das hängt auch mit der Situation zusammen, die sich aus der Corona-Pandemie ergeben hat. Noch im vergangenen Jahr hatten die beiden fünften Klassen zwei Tage im Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel verbracht. „Das war in diesem Jahr aufgrund von Corona nicht möglich. Deshalb haben wir uns ein völlig neu strukturiertes Programm ausgedacht“, sagt Heike Geißler. Damit sei eine Möglichkeit gefunden worden, bei der die Klassen unter sich bleiben.

Jeder Bereich hinterlässt seine Handschrift

Sandra Völs, Fachleiterin für den musisch-künstlerischen, und Henry Herold, Fachleiter für den naturwissenschaftlichen Bereich, zeichneten für die Organisation verantwortlich. „Wir haben die Woche unter das Motto ‚Auf Luthers Spuren‘ gestellt. Unterstützung haben wir von der gesamten Lehrerschaft und unserer FSJlerin Lisanne Junghanns bekommen. Und von den Schülern der 6. Klassen, die einen Schulrundgang für die neuen Gymnasiasten organisiert haben“, sagt Sandra Völs.

Jeder Bereich habe praktisch seine eigene Handschrift hinterlassen. „Die Musikreferendarin hat einen Martin-Luther-Groove geschrieben, die Kollegen aus dem Bereich Geschichte haben mit den Schülern eine Erinnerungsschatzkiste erstellt“, so Sandra Völs. Zudem verpasste jede der drei Klassen Luther ein neues Gewand, indem jeweils ein Mantel bemalt wurde. Die Geografie-Kollegen organisierten die Stadtrallye und auch der Sport kam mit Staffelspielen und kleinen Wettbewerben nicht zu kurz.

Förderverein übergibt Geschenk

Mit normalem Unterricht habe die Begegnungswoche nicht zu tun, sagt Sandra Völs. Sie sei aber eine hervorragende Gelegenheit, dass die neuen Gymnasiasten das ungewohnte Umfeld und ihre Klassenkameraden kennenlernen sowie spielerisch in neue Fächer hineinschnuppern können.

Auch für Anna Büttner ist diese Woche ein Neuanfang gewesen. Sie unterrichtet seit Februar Englisch und Spanisch am Gymnasium. Doch coronabedingt beginnt ihre Arbeit jetzt erst richtig. „Für mich war die Begegnungswoche genau so aufregend wie für die Kinder“, sagt die Lehrerin.

Der Förderverein des Gymnasiums hat die neuen Schüler mit einem Geschenk begrüßt. „Für jedes Kind gibt es eine Trinkflasche aus Edelstahl. Die kann zum Beispiel am Trinkbrunnen in der Schule aufgefüllt werden“, sagt Diana Bicking, die im Vorstand des Fördervereins mitarbeitet.

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