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Endlich WLAN fürs Kloster Buch

Der Förderverein hat eine Möglichkeit gefunden, dass das schnelle Internet in die alte Bausubstanz einziehen kann. Das bringt Vorteile – für alle.

Techniker Tobias Hinke von der Firma Jentzsch Informationssysteme installiert im Abthaus des Klosters Buch Anlagen, mit deren Hilfe ab Oktober WLAN in Gebäuden und auf dem Hof genutzt werden kann. Mitarbeiterin Steffi Birke freut sich darauf.
Techniker Tobias Hinke von der Firma Jentzsch Informationssysteme installiert im Abthaus des Klosters Buch Anlagen, mit deren Hilfe ab Oktober WLAN in Gebäuden und auf dem Hof genutzt werden kann. Mitarbeiterin Steffi Birke freut sich darauf. © Lutz Weidler

Leisnig. Wer in Zukunft auf seiner Wanderung oder Radtour eine Pause im Kloster Buch einlegt, der kann per Smartphone oder am Tablet recherchieren, wie weit es zur nächsten E-Bike-Ladestation ist oder welche Sehenswürdigkeiten es rund ums Kloster noch gibt. Dafür stellt der Förderverein ein WLAN-Netz zur Verfügung. Die technischen Voraussetzungen dafür wurden in den vergangenen Tagen geschaffen.

Projektmanagerin Rica Zirnsack freut sich schon auf die Möglichkeiten, die sich mit WLAN für die Mitarbeiter und die Besucher ergeben. Stabileres Arbeiten im Internet ist aber nur ein Vorteil, den der Einzug des lokalen Funknetzes mit sich bringt.

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Beim Frischemarkt mit Karte zahlen

Sollte es die Pandemie erforderlich machen, kann in Zukunft die Erfassung der Besucherdaten elektronisch erfolgen, zum Beispiel über die Luca-App. Das WLAN ist auch Voraussetzung dafür, ein elektronisches Kassensystem im Eingangsbereich einzuführen. Der Umbau dieses Bereiches ist schon länger geplant.

Und auch die Bauernmarkt-Händler und deren Kunden können Nutznießer des Netzes sein. Denn wer seinen Einkauf mit EC-Karte zahlen wollte, den mussten die Anbieter bislang enttäuschen, weil sie ein Lesegerät mangels Datenverbindung gar nicht einsetzen konnten.

Doch die Förderer haben noch weiter gedacht. Hin und wieder gibt es in den Räumen Fachtagungen, bei denen die Teilnehmer einen Internetzugang benötigen. Es gibt Studierende, die die Klosteranlage als Forschungsobjekt nutzen und für die Recherche im Netz Grundvoraussetzung für die Arbeit ist.

Neue Möglichkeiten der Information durchs Internet

Und dieses gesamte Angebot ist noch ausbaufähig, zum Beispiel, was den „stillen“ Rundgang betrifft. Bei dem gibt es keine Führungsperson. Erklärungen zu den einzelnen Gebäuden übernehmen Tafeln, die an den Häusern angebracht sind und die Gäste sozusagen über die ursprüngliche Nutzung informieren oder auf Besonderheiten wie die kuriose Toilette der Mönche mit Muldewasser-Spülung hinweisen.

Wessen Wissensdurst damit noch nicht gestillt ist, dem könnten QR-Codes noch weitere Informationen, sogar Audio- und Videosequenzen, liefern. Dafür allerdings müssten die Codes in einer nächsten Ausbaustufe an die Tafeln angebracht werden.

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Bis auf die letzten Abstimmungen zur Freigabe des Netzes sind die technischen Voraussetzungen geschaffen, sagt Holger Jentzsch, Geschäftsführer der Döbelner Gesellschaft für Informationssystem mbH, dessen Mitarbeiter unter anderem die Lan-Antennen auf verschiedenen Gebäuden installiert haben.

Eine andere Möglichkeit, schnelles Internet anzubieten, gab es an dieser Stelle nicht. Das historische Ensemble für Kabel zu durchörtern, haben die Denkmalschützer nicht gestattet. Die Alternative hat die EU gefördert, und zwar über das Leader-Programm im Gebiet Sachsenkreuz+, zu dem die Stadt Leisnig gehört.

Mehr Informationen über sämtliche Angebote im Klosterbuch gibt es im Netz.

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