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Neues-altes Feuerwehrfahrzeug für Großweitzschen

Der bisher genutzte Robur LO ist mehr als 40 Jahre alt. Nun hat der Gemeinderat dem Kauf eines neuen Löschfahrzeugs zugestimmt.

Bisher mussten die Kameraden der Feuerwehr Großweitzschen mit ihrem alten Robur LO ausrücken. Damit soll bald Schluss sein.
Bisher mussten die Kameraden der Feuerwehr Großweitzschen mit ihrem alten Robur LO ausrücken. Damit soll bald Schluss sein. © Erik-Holm Langhof

Großweitzschen. Stück für Stück will die Gemeinde Großweitzschen den eigens aufgestellten Feuerwehrbedarfsplan abarbeiten. Zur Brandsicherheit braucht es auch ein ordentliches Löschgruppenfahrzeug. Der bisher genutzte LO der Marke Robur aus Zittau ist mittlerweile im Olditmer-Alter und soll nun ersetzt werden.

In der vergangenen Ratssitzung stimmte die Mehrheit der gewählten Gemeindevertreter für den Kauf eines Löschgruppenfahrzeugs 16/12 für einen Preis von 20.000 Euro.

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Das Einsatzfahrzeug mit dem Baujahr 1996 stammt von der Freiwilligen Feuerwehr Hartmannsdorf bei Chemnitz und soll bald im Depot der Großweitzschener Kameraden stehen. Es hat eine Pumpenleistung von mindestens 1.600 Litern in der Minute und einen Wassertank mit etwa 1.200 Litern Inhalt. Zudem kann es eine Besatzung von neun Feuerwehrleuten aufnehmen.

Der LO kann in diesem Vergleich nicht mithalten. Er diente lediglich als Mannschafts- und Techniktransport. Bereits vor drei Jahren sprach sich Ortswehrleiter Marc Bohnstedt (CDU) für einen Ersatz des DDR-Wagens aus. Er erklärte, dass es immer wieder technische Schäden und vor allem mangelnde Sicherheit für die Kameraden gebe.

Mehr als nur 20.000 Euro für Großweitzschen

„Auch wenn das neue Löschgruppenfahrzeug (LF) der Marke MAN nicht das neuste ist, es ist dennoch eine Steigerung zum LO“, so Bürgermeister Jörg Burkert (parteilos). Er erklärte in der letzten Ratssitzung, dass das LF in einem „sehr guten Zustand“ sei und bisher eine Laufleistung von etwa 18.000 Kilometer habe.

Mehrere Kameraden hätten sich den Einsatzwagen in Hartmannsdorf angeschaut und ihn für gut befunden, so das Gemeindeoberhaupt. „Deshalb haben wir uns entschieden, das Fahrzeug zu kaufen.“ Wann es endgültig im Großweitzschener Feuerwehrdepot einsatzbereit ist, kann Burkert noch nicht sagen. „Wir hoffen aber, dass es bald soweit ist.“

Denn mit dem Kauf des Fahrzeugs ist es noch nicht getan. Nach Angaben von Marc Bohnstedt muss das neue LF danach auch noch mit entsprechender Funktechnik ausgerüstet und beim Landratsamt angemeldet werden. Diese Kosten seien in den 20.000 Euro jedoch noch nicht berechnet.

Was passiert mit altem Robur LO?

Deshalb hakt das CDU-Mitglied beim Bürgermeister noch einmal nach, wie die Gemeinde diese Kosten bezahlen will. „Das betrifft dann einen anderen Teil des Haushalts der Gemeinde.

Die Summen müssen wir, wenn es soweit ist, noch einmal gesondert besprechen und abstimmen“, erklärt Jörg Burkert. Auch Kämmerin Elke Görs kann beruhigen. „Wir können die Zusatzkosten finanzieren“, sagt sie in Hinblick auf den derzeit gefassten Haushalt.

Was mit dem alten LO aus dem Jahr 1981 passiert, der nun in Großweitzschen ausrangiert wird, steht laut Bürgermeister Jörg Burkert noch nicht fest. „Die Entscheidung über den Verkauf oder Nicht-Verkauf des historischen Fahrzeugs soll in der nächsten Sitzung des Feuerwehrausschusses fallen“, sagt der Bürgermeister.

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