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Fischerfest mit Flatterband

Trotz Abstandsregeln haben die Limmritzer Fischer den gewohnten Zuspruch. Die Ausgabe erfolgt im Akkord.

Dirk Spreer, der Mann an der Gulaschkanone, kommt gar nicht nach mit dem Heranschaffen von frischem Fisch.
Dirk Spreer, der Mann an der Gulaschkanone, kommt gar nicht nach mit dem Heranschaffen von frischem Fisch. © Lars Halbauer

Von Lars Halbauer

Limmritz. Schon der Weg zum Viadukt entschleunigt. Das Fischerfest in Limmritz ist seit vielen Jahren eine feste Institution für Fischer Schnek und die Gäste. Die Auenwiese der Zschopau umrandet mit dem Viadukt ist ein idyllischer Ort, um abzuschalten, sich zu treffen und – natürlich jede Menge Fischspezialitäten zu genießen.

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Ohne Hygienekonzept geht das nicht: An den Tischen dürfen mit Abstand maximal zwei Familien zusammensitzen, die Fischstände sind mit Flatterband abgeschirmt, sodass sich trotz des großen Andrangs die Gäste möglichst wenig in die Quere kommen. Richtungspfeile zeigen den Weg. Familie Schnek hat das Hygienekonzept aber so geschickt umgesetzt, dass die Gäste, coronaerprobt, sich ohne Ausnahmen daran halten und die meisten Maßnahmen nicht stören.

Zur Mittagszeit waren an allen Ständen lange Schlangen. Bereits Samstagmittag zählte der Reporter gut 500 Gäste.Niklas Schnek, der mit Martin Vogler im Minutentakt Fische aus dem großen Wassertank zog, war sehr zufrieden: „Die Nachfrage war sehr groß. Wir haben neben Karpfen, Forellen, Lachsforellen und Wels auch Schleien im Angebot, die bekommt man sonst ja nicht überall zu kaufen.“ Eine charmante ältere Dame mischt sich ein: „Oh ja, eine frische Schleie, die wird bei mir gebraten und dann mit Petersilienkartoffeln und Dillsoße gegessen, ein Genuss.“

Seit 5.30 Uhr dampft die Gulaschkanone. Dirk Spreer ist der Mann an der Kelle: Fischsoljanka ansetzen, frische Karpfenfilets garen und zu einer heiß begehrten Fischsuppe vereinen: „Die Fischsuppe geht so gut, da komm ich kaum zum Luftholen“, lacht der Freund der Familie Schnek. „Ich mache das schon seit einigen Jahren als Freundschaftsdienst und es macht großen Spaß zu sehen, dass den Leuten hier auch was geboten wird. Für die Fischsuppe wird der Karpfen regelmäßig frisch geschlachtet und frisch geschnitten angeliefert von unseren Kollegen aus dem Töpelwinkel.“ Dirk Spreer zeigt den großen Eimer mit Fischfilets. „Ganz frisch und das ist mit unserem Fischsud das Geheimnis der Suppe.“

Auch am Fischbrötchenstand direkt nebenan wird mit Flatterbändchen und Abstand bedient, hier geben Anke Neureiter und Pauline Schnek im Akkord Brötchen mit Backfisch, Brathering, Bismarckhering und Lachs an die Gäste. Der 10-jährige Moritz aus Hartha entscheidet sich nach einer Portion gebackenem Karpfen noch für ein Fischbrötchen: „Das ist so lecker.“

Genießen und Corona geht also gut zusammen, wenn sich alle daran halten. Familie Tulok aus Döbeln sitzt mitten im bunten Treiben und löffelt Fischsuppe, trinkt frisch gezapfte Getränke und hat noch eine Forelle für zuhause eingepackt: „Corona und die Auswirkungen merken wir hier nicht wirklich, durch den vielen Platz, den es hier gibt.“ Auch der neunjährige Oscar findet es hier prima, berichtet er.

Wem nach deftigem Fisch dann der Appetit nach etwas süßem und einem Kaffee ist, auch dem wird geholfen. Bäcker Körner hat an seinem Verkaufswagen frischen Kaffee und Kuchen bereit. „Man sagt ja, iss herzhaft und dann süß und dann wieder herzhaft“, lacht Moritz und beißt in einen frischen Apfelkuchen.

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