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Fischerfest mit Schrecksekunde

Bei der Veranstaltung gibt es die traditionelle Fischsuppe und von Hand geangeltem Fisch aus Norwegen. Aber auch einen Dieb.

Kristin, Richard und Lisa lassen sich den Fisch schmecken. Die Mädchen sollten beim Fischerfest eigentlich mit den Fast Feeds einen Tanzauftritt haben, aber das schlechte Wetter machte ihn unmöglich.
Kristin, Richard und Lisa lassen sich den Fisch schmecken. Die Mädchen sollten beim Fischerfest eigentlich mit den Fast Feeds einen Tanzauftritt haben, aber das schlechte Wetter machte ihn unmöglich. © Lars Halbauer

Noschkowitz. Bereits um 5 Uhr standen Frank Jockols, Mitstreiter Marco Höflich und die Vereinsmitglieder des „Bad Habit“ auf dem Clubgelände und bereiteten mit viel Mühe und bei strömendem Regen das Fischerfest vor.

„Schon am Dienstag haben wir uns nach Feierabend getroffen, den Platz in Ordnung gebracht und heute Morgen dann die letzten Besorgungen gemacht“, erzählte Frank Jockols. Mehr als zehnmal fand das Fest schon statt. Der Regen hielt die Gäste auch diesmal nicht ab. Mehr als 200 Gäste zählten die Vereinsmitglieder am Abend.

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Natürlich gab es auch ein strenges Hygienekonzept: „Wir mussten die Adressen und Namen der Gäste erfassen, aber das nahmen die meisten gelassen.“ Das Gesundheitsamt hatte für die Veranstaltung 500 Gäste zugelassen.

Früher wurde das Fest direkt an den Teichen beim Abfischen gefeiert, danach an der alten Feuerwehr. Heute gibt es in den Teiche keine Fische mehr, so dass sie zugekauft werden müssen.

Suppe heiß begehrt

In der Fischsuppe befinden hat aber ganz besondere Fische: „Eine Freundin von uns angelt in Norwegen. Von dort gibt es Lengfisch, Pollack, Dorsch, Seehecht und Seelachs.“ Nur die besten Stücke kommen dann in die frisch in Noschkowitz gekochte Fischsuppe. Die gibt es in zwei Arten: klassisch und ungarisch. „Das Geheimnis sind die Fischfilets, kein Maggi, keine künstlichen Geschmacksverstärker, alles wird frisch vor Ort zubereitet.“

Und das schmeckt man auch. Eine lange nicht abreißende Schlange bildet sich schon am frühen Mittag am Verkaufsstand.

Was einmal mit einigen Forellen und Karpfen begonnen hat, ist nun um ein Vielfaches erweitert worden: Es finden sich unter anderem Backfisch, geräucherter Lachs und Rollmops, Karpfen und Makrelen auf der Speisekarte.

In der langen Bestellschlange stehen auch Lisa, Kristin und Richard , um eines der leckeren Fischbrötchen zu ergattern. Eigentlich hätten die Mädchen mit ihrer Tanzgruppe Fast Feeds einen Auftritt gehabt, aber der ist buchstäblich ins Wasser gefallen.

„Wir sind stolz auf die vielen Helfer. Vereinsmitglieder und Freunde stehen trotz des schlechten Wetters an den Verkaufsständen und bereiten deftige Leckereien aus Fisch zu“, sagten Frank Jockols und Marco Höflich. Bereits Mittags ist der frische Fisch schon ausverkauft, auch der geräucherte Fisch ist heiß begehrt.

Frank Jockols kocht die heißbegehrten selbstgemachten Fischsuppe.
Frank Jockols kocht die heißbegehrten selbstgemachten Fischsuppe. © Lars Halbauer

Zehn Karpfen gestohlen

„Die schlechten Wetteraussichten und Corona machten eine Planung schwierig. Silja, Sandy und Sandra Besler kümmerten sich um den Verkaufsstand: Im Minutentakt riefen sie die Bestellungen: „Backfisch mit Pommes, geräucherten Rollmops, Stremellachs ...“ Und immer wieder Fischsuppe, sei es klassisch oder ungarisch scharf. Einige Gäste brachten sogar eigene Behältnisse mit: „Die bringen wir Freunden mit, die heute keine Zeit haben, aber nur wegen der Suppe sind wir hier“, berichten Karin und Stephan Neuwals, die extra aus Riesa angereist sind.

Einen Schreck gab es bereits am Morgen bei den Aufbauarbeiten: Nachdem am Vortag zehn Karpfen in die Reusen gesetzt worden waren, hat sich in der Nacht ein Fischdieb zu schaffen gemacht und die Tiere entwendet. „Die sollten eigentlich verkauft werden, aber das wird ja nun nix mehr“, berichtet Marco Höflich. Vielleicht kommen die Vereinsmitglieder dem Dieb noch auf die Schliche. Eine Wildkamera könnte den Diebstahl aufgezeichnet haben. (laha)

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