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Frauenklinik Mittweida bietet sich als Alternative an

Dort können sowohl Schwangere als auch Notfallpatientinnen behandelt werden. Helios in Leisnig hatte in dieser Woche Einschränkungen angekündigt.

Im Krankenhaus in Mittweida können über Weihnachtsen, die Feiertage und den Jahreswechsel durchaus auch Patienten aus dem Raum Leisnig behandelt werden. Helios hat für die Zeit vom 19. Dezember bis 3. Januar Einschränkungen angekündigt.
Im Krankenhaus in Mittweida können über Weihnachtsen, die Feiertage und den Jahreswechsel durchaus auch Patienten aus dem Raum Leisnig behandelt werden. Helios hat für die Zeit vom 19. Dezember bis 3. Januar Einschränkungen angekündigt. © Dietmar Thomas

Leisnig/Mittweida. Überrascht und teilweise verärgert reagieren einige werdende Eltern auf die Mitteilung der Helios-Klinik Leisnig, dass diese ihre Gynäkologie und Geburtshilfe in der Zeit vom 19. Dezember bis 3. Januar aufgrund von Personalproblemen und Bauarbeiten schließen muss (Sächsische.de berichtete). Das hat Helios am Mittwoch bekanntgegeben – auch der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH.

Gunnar Fischer leitet dort die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe: „Uns steht aktuell ein Team von zehn Hebammen zur Begleitung von Geburten zur Verfügung.“ Schwangere mit einem Entbindungstermin über die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel würden in Mittweida auch ohne den sonst üblichen Geburtsvorbereitungstermin aufgenommen, sagt Fischer zu. „Wir sind personell stabil aufgestellt und können durchaus mehr Geburten begleiten“, so der Chef der Frauenklinik.

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Außer für Schwangere sei diese Kapazität auch für Frauen in medizinischen Notfällen gegeben. „Das heißt, dass Frauen mit stationär behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen oder akuten gynäkologischen Erkrankungen bei uns versorgt werden können“, sagt Gunnar Fischer. Sollten Behandlungen aufschiebbar sein, werde dies im Gespräch mit den Patientinnen geklärt. Auch in der Klinik Mittweida sei die Covid-Lage im Moment angespannt. „Trotzdem ist das Behandlungsspektrum der Gynäkologie und gynäkologischen Onkologie nahezu uneingeschränkt“, so der Chefarzt.

Leisnig bietet Beratungen am Telefon an

Wie in Leisnig kommen auch in Mittweida jedes Jahr rund 500 Kinder auf die Welt. An beiden Standorten ist eine Kinderklinik angeschlossen, was viele Eltern beruhigt, bei denen Probleme oder Komplikationen beim Nachwuchs nicht ausgeschlossen werden können.

Helios Leisnig empfiehlt Schwangeren unter anderem die Helios-Klinik in Schkeuditz und bietet eine medizinische und organisatorische Unterstützung an, sagt Dr. Janine Hoffmann, die leitende Oberärztin der Geburtshilfe in Leisnig. Aber auch bei der Vermittlung an eine wohnortnahe Geburtsklinik sei das Leisniger Team gern behilflich.

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Darüber hinaus bietet die Klinik, während die Frauenklinik in Leisnig geschlossen ist, täglich eine Hebammensprechstunde an. Das gilt genauso für den 24. Dezember und den 31. Dezember. Ab dem 19. Dezember wird eine 24-Stunden-Hotline geschaltet. „Bei Fragen rund um die Geburt oder gynäkologischen Fachfragen sind die Experten der Klinik weiter für die Patientinnen da und unterstützen diese auch telefonisch“, versichert Hebamme Corina Merker.

Kontakte: Frauenklinik Mittweida Tel. 03727 990, Helios Leisnig: Tel. 034321 82901

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